Führungskräfte: Energieministerium muss jetzt kommen

Bernhard von Rothkirch, <br>Vorsitzender DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

Essen, 04. Juni 2013 - Der Berufsverband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE–DFK fordert die zügige Bildung eines Energieministeriums. „Der kleinkarierte Kompetenzstreit in der Koalition muss ein Ende haben!“, so Bernhard von Rothkirch, Vorsitzender des DFK. „Die Bündelung des heute in verschiedenen Ministerien vorhandenen Know-hows und der Kompetenzen ist dringend notwendig. Immerhin geht es bei der Energieversorgung um eine Schlüsselindustrie Deutschlands, so von Rothkirch weiter.

DIE FÜHRUNGSKRÄFTE sehen den Handlungsbedarf weniger in der Organisationsform, sondern vielmehr in der Notwendigkeit, die Energiewende schneller und stringenter zu managen. Nach dem Ausstiegsbeschluss zur Kernenergie müssten auch die anderen Themen wie Netzausbau, Speicherausbau, die Anpassung der Fördersysteme für die erneuerbaren Energien und vieles mehr zügig vorangebracht werden. Die klare Zuordnung zu einem Ministerium, so die Ansicht des DFK, vermeidet Doppelarbeit und Reibungsverluste. Verzögerungen und Fehlentwicklungen können leichter erkannt und behoben werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel selbst hatte ein solches Ministerium nach Abschluss des Kernenergieausstiegs im Jahr 2022 für denkbar gehalten. Ein Zeitpunkt, der nach Ansicht des DFK viel zu spät ist. DIE FÜHRUNGSKRÄFTE sehen jetzt dringenden Handlungsbedarf, wie von Rothkirch betont: „Die Entscheidung ist längst überfällig. Die schleppende Umsetzung der, von der Bundesregierung ausgerufenen, Energiewende zeigt, dass die Kompetenzzersplitterung in verschiedene Bundes- und Länderministerien nicht tragbar ist. Ein Energieministerium noch vor der Bundestagswahl wäre ein deutliches Zeichen für die Handlungsfähigkeit der Koalition und dafür, wie wichtig die Energiewende für Deutschland ist. Dafür müssen Einzelinteressen der Fraktionen zurückstehen. Die gegenseitige Behinderung und Profilierung auf Kosten dieses Themas und zu Lasten der Industrie und damit die Gefährdung von Arbeitsplätzen in Deutschland müssen ein Ende haben.“ 

Über DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

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