Führungskräfte sehen EU bei Jobvermittlung auf richtigem Weg

Dr. Ulrich Goldschmidt, Hauptgeschäftsführer

Essen, 8. Juli 2013 – Die Ankündigung von EU-Kommissar László Andor, die europäische Beschäftigungspolitik künftig besser zu koordinieren sowie Effizienz und Wirksamkeit der öffentlichen Arbeitsverwaltungen zu erhöhen, wird von den deutschen Führungskräften als richtiges Signal begrüßt.

 Für den Berufsverband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK ist ein Umdenken bei der Arbeitsverwaltung wichtig. „Arbeitslosigkeit könnte wesentlich wirkungsvoller bekämpft werden, wenn den Arbeitssuchenden grenzüberschreitend und EU-weit freie Arbeitsplätze angeboten würden“, fordert DFK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ulrich Goldschmidt. In der Tat gibt es schon seit längerem ein Programm namens EURES (European Employment Services). Das Problem: Diese Serviceangebote sind bei den Arbeitssuchenden viel zu wenig bekannt und werden von den Arbeitsverwaltungen in den einzelnen Ländern auch noch nicht konsequent genug umgesetzt. „Viele Arbeitssuchende empfinden zudem die sozialversicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Fragestellungen als so kompliziert, dass sie von der Annahme eines Arbeitsplatzes im Ausland eher zurückschrecken“, berichtet Goldschmidt aus der Beratungspraxis seines Verbandes. Eine Vereinfachung bzw. Harmonisierung der Systeme ist daher dringend angezeigt. Zwar kann die Annahme eines Arbeitsplatzes im europäischen Ausland, nach Auffassung des Führungskräfteverbandes DFK, sicherlich nicht verpflichtend sein, aber die Option sollte für alle Arbeitssuchenden gleichwohl bestehen. Geradezu prädestiniert dafür sind die heute schon EU-weit existierenden grenzüberschreitenden Regionen. Für den DFK ist klar: Mit solchen Maßnahmen erhöht man die Mobilität der Arbeitnehmer und senkt die Arbeitslosigkeit.

Über DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

 Der DFK ist die branchenübergreifende Stimme der Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Er vertritt in seinem Netzwerk bundesweit rund 25.000 Führungskräfte des mittleren und höheren Managements auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Kernthemen sind dabei Arbeitsrecht und Arbeitsmarktpolitik, Sozialrecht und Sozialpolitik, Steuer- und Bildungspolitik. Die Mitglieder des Berufsverbandes erhalten eine umfassende Unterstützung auf ihrem Karriereweg z.B. in Form von juristischer Beratung und Vertretung, vielfältigen Weiterbildungsangeboten und aktuellen Informationen aus dem Berufsleben. Zudem bietet der DFK über seine Regional- und Fachgruppen ein gut gepflegtes und weit verzweigtes Kontaktnetzwerk. Dazu laden eigene Strukturen, wie beispielsweise für den Führungsnachwuchs (Young Leaders), für Geschäftsführer oder ein eigenes Frauennetzwerk, zum Networking ein. Der Berufsverband ist in 20 Regionalgruppen gegliedert und hat seine Hauptgeschäftsstelle in Essen. Weitere Geschäftsstellen sind in Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. In Berlin ist der Berufsverband mit einer Hauptstadt-Repräsentanz vertreten.

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