Sonntagsumfrage unter Führungskräften - Union liegt vorn und Grüne werden stärker

Essen, 01. Juni 2011 – CDU und CSU liegen bei Deutschlands Führungskräften in der Wählergunst ganz vorn. 52,7 Prozent würden die Unionsparteien wählen, wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Auf Platz 2 folgt die SPD mit einem Anteil von 13,7 Prozent. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Repräsentativumfrage, die der Berufsverband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE (DFK) unter 1.050 Führungskräften durchgeführt hat.

Mit einem Wähleranteil von 12,3 Prozent liegen die Grünen inzwischen fast gleichauf mit der SPD und haben damit in den letzten Jahren stark aufgeholt. Zurückgefallen ist dagegen die FDP, die jetzt mit 8,8 Prozent nur noch auf Platz 4 in der Wählergunst der Führungskräfte liegt.

Bemerkenswert ist nach Einschätzung des Führungskräfteverbandes, dass CDU und CSU ihren Vorsprung gegenüber den anderen Parteien gegen den Bundestrend in der Gesamtbevölkerung sogar noch ausgebaut haben. „Die starke Zustimmung für CDU und CSU erklärt sich vermutlich daraus, dass die Führungskräfte keine Experimente in der Regierungsverantwortung wünschen, nachdem die Finanz- und Wirtschaftskrise gerade erst überstanden ist. Offenbar traut man es gerade den Unionsparteien zu, das Land mit entsprechender wirtschaftspolitischer Kompetenz in die Zukunft zu führen“, bewertet Dr. Ulrich Goldschmidt, DFK-Hauptgeschäftsführer, die Ergebnisse der Studie.

Im allgemeinen Trend liege aber die steigende Zustimmung für Bündnis 90/Die Grünen. „Die Grünen sind nicht mehr das Schreckgespenst für die deutsche Industrie. Mit vielen ihrer Positionen sind sie inzwischen offenkundig auch für diejenigen wählbar geworden, die in der unternehmerischen Verantwortung stehen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die Grünen die SPD auch unter Führungskräften beim Wählerzuspruch überholen werden“, erwartet Dr. Ulrich Goldschmidt. Stark verloren hat gegenüber früheren Umfragen dagegen die FDP, die jetzt noch auf einen Stimmenanteil von 8,8 Prozent unter Deutschlands Managern kommt. In dieses Ergebnis sind nach Einschätzung des Führungskräfteverbandes nicht zuletzt die jüngsten Personalquerelen der FDP eingeflossen. Darüber hinaus scheint es so zu sein, dass es der FDP gegenwärtig nicht gelingt, die Führungskräfte mit ihren politischen Themen zu erreichen.

Allen Parteien schreibt der Verband ins Stammbuch: „Führungskräfte sind in hohem Maße politisch sensibilisiert und interessiert. Zugleich haben sie hohe Ansprüche an die politische Kommunikation. Wer aber auf dieser Basis die Führungskräfte für sich gewinnt, hat damit Menschen gewonnen, die in der politischen Landschaft als Multiplikatoren wirken können. Nicht zuletzt deshalb sind die Führungskräfte für alle Parteien eine hochinteressante Wählergruppe.“