Gesundheitsförderung ist Erfolgsfaktor für Unternehmen

Die Führungskräfte in Deutschland sehen in der betrieblichen Gesundheitsförderung einen entscheidenden Erfolgsfaktor für ihr Unternehmen.

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Essen, 14. März 2012 – Die Führungskräfte in Deutschland sehen in der betrieblichen Gesundheitsförderung einen entscheidenden Erfolgsfaktor für ihr Unternehmen. 90% der 540 Befragten gaben in einer Studie des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE-DFK an, dass sie das betriebliche Gesundheitsmanagement in ihrem Betrieb für wichtig bzw. sehr wichtig halten. Als Gründe nannten sie, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit dadurch gesteigert werden können, die Mitarbeiterzufriedenheit steige und es so auch möglich wäre, Krankenstände zu reduzieren.

Und die Unternehmen reagieren: In 63% der Betriebe ist das Thema Mitarbeitergesundheit schon Bestandteil einer Unternehmensleitlinie, bestehender Führungsgrundsätze, Betriebs- oder Sprecherausschussvereinbarungen. Für weitere 10% der Unternehmen ist dies in Planung. Verantwortlich für die Umsetzung sind im Unternehmen insbesondere der Betriebsarzt (22%), der Personalbereich (21%) und die Führungskraft selbst (19%) bzw. die Geschäftsführung (13%).

(Die Grafik zur Studie des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE finden Sie hier als PDF.)

„Die Unternehmen tun inzwischen richtigerweise viel mehr, als ihnen per Gesetz, z.B. im Arbeitsschutz, aufgegeben wird“, erläutert Dr. Ulrich Goldschmidt, der Hauptgeschäftsführer des Führungskräfteverbandes. Betriebliches Gesundheitsmanagement gehe dabei weit über eine arbeitgeberseitige Fürsorgepflicht hinaus, so Goldschmidt weiter. Es handele sich um eine Win-Win-Situation für Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen, bei der gesundheitliche und ökonomische Vorteile offensichtlich seien. „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist eine exzellente Investition für das Unternehmen.“

Die wichtigsten bereits umgesetzten Schritte zur Gesundheitsförderung sind Maßnahmen zum Arbeitsschutz und zum Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln sowie Angebote zur Reduktion arbeitsbedingter Belastungen. Vor dem Hintergrund, dass nur 26% der Befragten von einer ausgewogenen Altersstruktur im Unternehmen sprechen, verwundert es nicht, dass Angebote zum Thema Work-Life-Balance, demographischer Wandel oder Ausbildung und Gesundheit bereits in Planung oder künftig von Interesse sind.

Aus Sicht der Führungskräfte sind diese Themen entscheidend, um zukunftsfähig zu sein. Ergebnisse einer repräsentativen Studie unter Beschäftigten in deutschen Betrieben, die die BARMER GEK im August 2011 durchgeführt hat, zeigen die Perspektive der Betroffenen. So bekunden Beschäftigte vor allem großes Interesse an Angeboten zur Entspannung / Burnout-Prävention und Reduktion körperlicher Belastungen. Dass Beschäftigten das Thema Mitarbeitergesundheit ebenfalls am Herzen liegt, zeigt die Inanspruchnahme gesundheitsfördernder Angebote in Höhe von 73%.

DFK-Verbandsgeschäftsführer Sebastian Müller: „Letztlich geht es um eine nachhaltige Personalpolitik, die sich auf die Herausforderungen der Zukunft einstellt und die Mitarbeiter dauerhaft ans Unternehmen bindet.“ Immerhin 67% der von der BARMER GEK Befragten, deren Arbeitgeber Angebote zur Gesundheitsförderung bereitstellt, fühlen sich bei ihrem Arbeitgeber wohl und haben keinerlei Absicht zu wechseln. Dies sagen lediglich 42% Prozent der Mitarbeiter in Betrieben ohne entsprechende Angebote. Die Gesundheitsförderung ist damit jetzt schon mitentscheidend für die Attraktivität eines Unternehmens - mit steigender Tendenz.