Deutschlands Führungskräfte wollen Energieministerium

Essen, 23. April 2012 – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Energiewende vorantreiben und hält die Schaffung eines Energieministeriums auf Bundesebene nach dem endgültig vollzogenen Kernenergieausstieg im Jahr 2022 für denkbar. Der Berufsverband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE-DFK begrüßt den Vorstoß der Bundeskanzlerin, fordert aber zügiges Handeln.

DFK-Vorsitzender Bernhard von Rothkirch: „Diese Entscheidung ist überfällig. Die schleppende Umsetzung der von der Bundesregierung ausgerufenen Energiewende zeigt, dass die Kompetenzzersplitterung in verschiedene Bundes- und Länderministerien und -behörden schädlich ist. Jetzt ist nicht die Zeit für kleinliches Kompetenzgerangel. Immerhin geht es bei der Energieversorgung um eine Schlüsselindustrie in Deutschland.“

Es komme aber nicht nur auf die Organisationsform an, sondern vor allem darauf, die Energiewende schneller und konsistenter zu managen. Nach dem Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie müssten jetzt auch die anderen Themen wie Netzausbau, Speicherausbau, die Förderungssysteme für die erneuerbaren Energien und vieles mehr zügig vorangebracht werden. „Hier ist die Bundesregierung gefordert. Und das nicht erst in zehn Jahren“, mahnt von Rothkirch. Dazu müssen nach den Vorstellungen des Führungskräfteverbandes die notwendigen Kompetenzen so gebündelt werden, dass sie sich nicht gegenseitig behindern und Entscheidungen auch getroffen und durchgesetzt werden können. Ein eigenständiges Energieministerium könnte dafür die Grundlage schaffen.

Über DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

Der DFK ist die branchenübergreifende Stimme der Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Er vertritt in seinem Netzwerk bundesweit rund 25.000 Führungskräfte des mittleren und höheren Managements auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Kernthemen sind dabei Arbeitsrecht und Arbeitsmarktpolitik, Sozialrecht und Sozialpolitik, Steuer- und Bildungspolitik. Die Mitglieder des Berufsverbandes erhalten eine umfassende Unterstützung auf ihrem Karriereweg z.B. in Form von juristischer Beratung und Vertretung, vielfältigen Weiterbildungsangeboten und aktuellen Informationen aus dem Berufsleben. Zudem bietet der DFK über seine Regional- und Fachgruppen ein gut gepflegtes und weit verzweigtes Kontaktnetzwerk. Dazu laden eigene Strukturen, wie beispielsweise für den Führungsnachwuchs (Young Leaders), für Geschäftsführer oder ein eigenes Frauennetzwerk, zum Networking ein. Der Berufsverband ist in 20 Regionalgruppen gegliedert und hat seine Hauptgeschäftsstelle in Essen. Weitere Geschäftsstellen sind in Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. In Berlin ist der Berufsverband mit einer Hauptstadt-Repräsentanz vertreten.