DFK STATT DIE FÜHRUNGSKRÄFTE - NAMENSÄNDERUNG zum neuen Jahr

Essen, 16.01.2019 - Der Verband DIE FÜHRUNGKRÄFTE – DFK hat auf seinem Verbandstag beschlossen, seinen Namen zum neuen Jahr in DFK – Verband für Fach- und Führungskräfte zu ändern. Er trägt damit nicht nur einer veränderten Wahrnehmung des Begriffes „Führungskraft“ Rechnung, sondern einer veränderten Arbeitswelt insgesamt. Das ist zum 100. Geburtstag ein guter Schritt mit Augenmaß.

Seit Beginn seines Bestehens im Jahr 1918 hat der Verband auch immer wieder mit der Frage gerungen, was eine „Führungskraft“ denn eigentlich ist. Und hat im Laufe seines Bestehens diverse – auch rechtlich relevante – Antworten darauf gefunden. Die Aktualität des Themas dauert aber an. Besteht die Realität von Fach- ODER Führungskraft in modernen Unternehmen überhaupt so noch? Dort, wo Teams auf Augenhöhe miteinander arbeiten, zählen Kenntnisse und Fertigkeiten der Personen meist mehr als die Stellung im Unternehmen. Wo die Frage lautet: „Was ist Dein Beitrag?“, und nicht: „Was ist Dein Titel?“, hat Führung bereits eine andere Gestalt. Oft übernehmen diejenigen mit der größten Detailkenntnis in einem Projekt die Führung. Um sie im nächsten Projekt gleich wieder jemand anders zu überlassen.

Ob man hier Fachkraft oder Führungskraft ist, bleibt dann nur eine Frage der eigenen Defnition und des Selbstverständnisses. Hinzu kommt: Menschen und Gesellschaft ändern sich. Damit auch das, was Worte und vor allem Bezeichnungen ausdrücken und bedeuten. Man betrachte den Verfall des Begriffes „Manager“ innerhalb weniger Jahre. Er hat es vom Lob fast zum Schimpfwort gebracht. Ebenso waren Diskussionen, ob man Führungskraft sein will, früher unbekannt. Heute muss man den Begriff mitunter erklären. Selbst jene, die Führungskraft sind und sich als solche verstehen, wollen mit dem Wort gar nicht mehr belegt werden. Solchen Entwicklungen muss man Rechnung tragen. Dort, wo in der beruflichen Praxis diese „Titel“ verschwimmen, haben sie bereits an Bedeutung verloren. Wichtig ist aber für den DFK, deutlich zu machen, dass sie auch an der Seite derjenigen stehen, die sich als Fachkraft wahrnehmen. Damit wird auch im Namen des Verbandes die steigende Bedeutung der Fachkarrieren in neuen Produktionskontexten, Matrixorganisationen und Unternehmen mit ultraflachen Hierarchien honoriert. Ein überfälliger Schritt.

„Die Veränderungen der Wirtschaft sind real“, so Ralf T. Krüger, Pressesprecher des DFK. „Digitalisierung verändert Produktion und lässt Firmen verschwinden. Viele, die am Puls dieser Entwicklung sind, die dort Führung übernehmen, verstehen sich als Fachkraft. Auf sie muss man zugehen. Auch, weil sie eigentlich Führungskräfte sind. Hier haben wir mit unserer Namensänderung die von vielen Mitgliedern erfahrene Realität getroffen.“

2019_01_16_PM_DFK.pdf

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Bildquelle: © DFK- Verband für Fach- und Führungskräfte