Wochenendarbeit und Freizeitausgleich

Es kommt häufiger vor, dass ich am Wochenende Dienstreisen unternehmen muss. Kann ich diese als Überstunden geltend machen und entsprechende Überstundenvergütung oder einen Freizeitausgleich verlangen?

Antwort:

Es kommt vor allem auf die Regelungen im Arbeitsvertrag an. Möglicherweise sind darin Vereinbarungen zu Überstunden und Dienstreisen enthalten. Eine Art Sonderurlaub als Ausgleich für Wochenendarbeit gibt es nicht. Allerdings sind die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes zu beachten. Dieses gilt für alle Arbeitnehmer mit Ausnahme der leitenden Angestellten. Danach darf eine gewisse Höchstarbeitszeit nicht überschritten werden. Die werktägliche Arbeitszeit darf grundsätzlich 8 Stunden nicht überschreiten. Ausnahmsweise kann sie auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn auf der anderen Seite bestimmte Ausgleichszeiten eingehalten werden. Maßgeblich ist dann nämlich, dass die werktägliche Arbeitszeit innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden nicht überschreiten darf. Hinzu kommt, dass sich nach Beendigung der Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden anschließen muss.

Für Arbeit am Wochenende ist zu beachten, dass Arbeitnehmer mindestens 15 Sonntage im Jahr frei haben müssen. Des Weiteren steht ihnen für jeden Sonntag, der gearbeitet wird, ein Ersatzruhetag zu. Schließlich steht Ihnen weiter pro gearbeitetes Wochenende ein Ersatzruhetag zu.