„Social Media – Chancen und Risiken für die Karriere“

Young Leaders Vortragsveranstaltung

Social Media ist der bedeutendste Trend im Internet. Die meisten Führungskräfte nutzen Plattformen wie Facebook, Xing, LinkedIn oder Twitter fast täglich. Was hat dies aber für Auswirkungen auf ihre Karriere? Achten Unternehmen darauf, was über ihre Mitarbeiter und Bewerber im Internet zu finden ist? Wie kann Social Media bei der Karriere helfen, was kann schaden?

Die Young Leaders Vortragsveranstaltung „Social Media – Chancen und Risiken für die Karriere“ in den Räumen der RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, unter der Leitung von Sven Laue, Regionalgruppensprecher Young Leaders Mitte, gab einen umfassenden Einblick in die Welt des Social Media aus Firmensicht und vermittelte den Teilnehmern wertvolle Kenntnisse und Tipps.

Social Media-Expertin Pilar May erklärte die Bedeutung von Social Media für Firmen auf der einen und Führungskräften/Angestellten auf der anderen Seite, welche in klarer Beziehung zu einander stehen: „Für viele Unternehmen ist Social Media nicht mehr wegzudenken. Und täglich werden es mehr. Diese Unternehmen haben erkannt, dass man damit nicht nur neue Zielgruppen erreichen, Umsatz und Marktwert steigern kann, sondern auch neue Mitarbeiter finden und Trends feststellen kann.“

Die Personalverantwortlichen großer Unternehmen setzen schon seit einiger Zeit verstärkt auf Social Media-Plattformen, um sich über neue Bewerber zu informieren, Employer Branding zu betreiben oder Stellenangebote zu verbreiten. Vor allem Facebook, Twitter und Xing stehen dabei im Vordergrund.

Leider haben viele Angestellte die Relevanz ihrer Online-Auftritte noch nicht vollumfänglich erfasst. „Oft wird erklärt“, so Pilar May, „das eigene Facebook-Profil sei doch privat und gehe Personaler nichts an. Dort werden dann zum Teil sehr persönliche oder anzügliche Inhalte gepostet, bis hin zu Nacktfotos aus dem Urlaubsort.“ Dass solche Auftritte im Netz auch künftige Arbeitgeber interessieren könnten, nehmen viele Mitarbeiter nicht ernst. „Tatsächlich schauen sich aber Personalverantwortliche solche Profile sehr genau an – vor allem wenn es um künftige Führungskräfte geht“, so Pilar May weiter.

Sie rät zu einem seriösen Auftritt im Netz: „Stellen Sie sich bei Facebook, Twitter, Xing oder anderen Online-Portalen so dar, wie Sie es auch Ihrem Nachbarn oder künftigen Chef gegenüber vertreten könnten. Wenn Sie möchten, dass Dinge geheim bleiben, posten Sie sie nicht. So genannte ‚Fake-Profile’ mit falschen Namen bieten keine hundertprozentige Anonymität – sobald Sie mit anderen Menschen vernetzt sind (z.B. ‚Freunde’ bei Facebook) ist die Sicherheit nicht mehr garantiert.“

Dagegen bietet ein guter Social Media-Auftritt, z.B. mit einem interessanten Blog (Internet-Tagebuch), der zum Beispiel bei wordpress.com kostenlos angelegt werden kann, die Möglichkeit, das eigene Fachwissen und die Kompetenz in einem Fachbereich sichtbar zu machen. Dieses vernetzt mit einem Facebook-Profil, Twitter-Account und ggf. YouTube-Kanal mit eigenen Kurz-Videos zu Fachthemen, kann künftige Arbeitgeber sehr interessieren. Auch Apps sind mittlerweile nicht nur für Firmen, sondern auch für Mitarbeiter erschwinglich und können den eigenen Auftritt verstärken, werden aber in Deutschland von Privatpersonen noch kaum genutzt.

Aber auch Unternehmen sollten auf ihre Auftritte im Netz sorgfältiger achten. Mitarbeiter haben jetzt z.B. durch Bewertungsportale wie kununu.com die Möglichkeit, Meinungen über Arbeitgeber viel direkter als bisher einzuholen und zu teilen.

Pilar May ist freie Social Media Beraterin und Trainerin. Sie besitzt langjährige Erfahrung im Journalismus (BILD) und der Vermittlung von kommunikativen Kompetenzen für Führungskräfte und politischer Mandatsträger. Mit Ihrer Agentur www.pilarmay.com berät sie Unternehmen im Umgang und bei der Gestaltung von Social Media Auftritten und Internet Policies.