Rating als Risikomanagement

Sicher durch die Krise

Ist die Wirtschafts- und Finanzkrise bereits bewältigt? Was unterscheidet das Rating durch Moody‘s, Fitch und Standard & Poor’s vom Rating der Banken? Wie können Ratingnoten optimiert werden? Können alternative Finanzierungsformen helfen und können durch ein internes Risikomanagement Optimierungspotenziale erkannt und umgesetzt werden? Diesen und weiteren Fragen widmete sich die gemeinsame Vortragsveranstaltung der VGF und der Young Leaders im Verband Mitte November 2012 in München.

Der Referent und Rating-Advisor Dirk van Elk brachte Transparenz in die „Blackbox der Banken“ und zeigte dabei insbesondere die teilweise erheblichen Unterschiede der Ratings durch die großen Ratingagenturen für Staaten, Banken und börsennotierten Konzerne gegenüber dem Rating von mittelständischen Unternehmen durch Banken auf. Eine Kenntnis dieser Systeme ist vor allem im Hinblick darauf wichtig, Möglichkeiten der Optimierung zu erkennen und umzusetzen.

Interessant ist, dass Unternehmer eine validierte Ratingsoftware betriebsintern als Risikomanagementsystem einsetzen können. Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken werden dabei erkannt und in einer „Risk Map“ mit Risiken, die eine Fortführung des Betriebes gefährden, beschrieben. Ferner kann ein Maßnahmenkatalog zur Optimierung erstellt werden und Simulationsmöglichkeiten zeigen potenzielle Ergebnisveränderungen auf.

Auch die Prüfung von Kreditabrechnungen der Banken spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Privat Equity (Beteiligungskapital) kann ebenfalls den Kapitaldienst reduzieren. Fazit des Vortrages: Nur wenige Unternehmer wissen, wie die Banken bewerten, wie hoch der Kapitaldienst letztlich ist und wie sie bei den Kreditverhandlungen Augenhöhe erlangen. Hierzu vermittelte der Vortrag wertvolle Lösungsansätze.