Frauennetzwerktreffen Essen - Dinner und Diskussion in der Kluse

Konzentriertes Zuhören bei der Vorstellungsrunde

Kaum zu glauben: Das jährlich stattfindende Dinner-Treffen des Frauennetzwerkes-Essen im Biergartenrestaurant „Zur Kluse“ in Essen-Bredeney konnte dieses Jahr tatsächlich bei gutem Wetter im Außenbereich der Kluse stattfinden. Nach so vielen Jahren hatten wir schon fast die Hoffnung aufgegeben. So saßen die fast 20 Teilnehmerinnen lange und bei guten Gesprächen im wunderschön gelegenen Biergarten der Kluse zusammen.

Ein besonderes Willkommen galt dabei zwei Leitungsdamen der Fachgruppe „Frauen im Vertriebsmanagement“ des Verbandes „die Vertriebsmanager“ Mirjam van der Most und Gabriele Becker. Die Netzwerke kooperieren bereits seit einiger Zeit in Frankfurt miteinander und werden diese Kooperation noch auf weitere Standorte ausdehnen.

Themenschwerpunkt des Netzwerkabends war die Frage, wie man zum Thema und Begriff „Feminismus“ steht, ob man sich selber als „Feministin“ bezeichnen würde und ob einem auch Männer bekannt sind, die sich als „Feministen“ bezeichnen und darüber hinaus dieses aktiv und sichtbar leben.

Erstaunlicherweise waren es nicht einmal ein Viertel der Damen, die sich ohne „Wenn und Aber“ als Feministin sahen. Es zeigte sich zum einen, dass der Begriff doch weiterhin eher negativ besetzt ist und zudem für viele eine Außenkomponente hinzukommen muss: Man muss/soll das Thema „Feminismus/Diversity/Quote“ – auf welche Art auch immer – im Außenverhältnis befeuern, um nach dem Verständnis mancher Teilnehmerinnen als „Feministin“ durchzugehen. Ein interessanter Aspekt, der sicherlich noch einmal durchdacht und diskutiert werden sollte.

Männliche Feministen finden sich offenbar selten. Da ist Twitter sicherlich noch ein ergiebiges Feld für eine erfolgreiche Suche. Aber Vorsicht: Nicht jeder, der sich dort als Feminist bezeichnet (und in bestimmten Kreisen fast schon feiern lässt), lebt das nach außen. Aber es gibt auch sehr positive Beispiele: Männer, die konsequent ihre Teilnahme an Diskussionsrunden absagen, wenn nicht mindestens eine weibliche Teilnehmerin dabei ist. Schade, dass viele Männer nicht den Mut haben, dieses Diversityverständnis in allen möglichen Gremien etc. zu zeigen und zu beweisen. Dann würden viele Vorstände, Aufsichtsräte etc. anders aussehen.

Eine Vorstellungsrunde, die aufgrund der Größe der Gruppe in zwei Untergruppen gemacht werden musste, sowie intensives Netzwerken rundete das gelungene Treffen ab.

KR

Bildquelle: © kroll