Ins Fettnäpfchen treten –was tun?

Vera Ihlefeldt-Schlipköter

„Oh, da bin ich wohl aus Versehen ins Fettnäpfchen getreten“, ist eine der humorvollen Redewendungen im Sinne einer Konterstrategie, um sich selber aus einer unangenehmen Situation zu retten.

Im Rahmen eines Treffens des Frauennetzwerkes der Regionalgruppe Düsseldorf am 16. Februar 2016, das im Düsseldorfer Yachtclub stattfand, berichtete Vera Ihlefeld-Schlipköter von der Firma consistiQ über das Thema „Seien Sie sicher in Fettnäpfchen-Situationen“.

Was bedeutet Takt, was macht gutes Benehmen aus, was versteckt sich hinter dem Prinzip der Wertschätzung, wie wichtig ist der erste Eindruck, wenn man einer anderen Person begegnet, welche Kraft steckt in den Themen Smalltalk & Gesprächsführung? In dem einstündigen Vortrag beleuchtete Ihlefeldt-Schlipköter Hintergründe zu den einzelnen Themenfeldern. Bei den Regeln des Smalltalks erläuterte sie, mit welchen Tipps und Tricks jeder von vorneherein vermeiden kann, in eine Fettnäpfchen-Situation zu kommen. „Wer die Regeln des Smalltalks beherrscht, hat damit eine optimale Vermeidungs- bzw. Konterstrategie, den Tritt in das berühmt berüchtigte Fettnäpfchen zu umgehen.“ Und wenn man einmal „in den Napf“ getreten ist, erklärte Ihlefeldt-Schlipköter, wie man sich aus kritischen und peinlichen Gesprächssituationen professionell, leichtfüßig und galant herausbewegen kann, ohne persönlich das Gesicht zu verlieren. Anhand einer Vielzahl von Beispielen und Empfehlungen wurde den anwesenden Damen das Thema kurzweilig und von einer humorvollen Seite beleuchtet.

Die anwesenden Damen berichteten in einer anschließenden Fragenrunde von ihren bereits erlebten Situationen aus der Vergangenheit. Auf Basis der Erkenntnisse des Vortrages wurden verschiedene Lösungsoptionen diskutiert. Bei einem Abendessen tauschte man sich intensiv aus. Der Abend wurde in einer fröhlichen Stimmung beendet.

Woher stammt die Redewendung ins Fettnäpfchen oder in den Fettnapf treten? Es bedeutet, „es mit jemanden verderben“, weil ein Thema angeschnitten wurde, das für den Betroffenen unangenehm ist. Belegt ist die Redewendung seit dem 19. Jahrhundert. Sie geht vermutlich auf die bäuerliche Seite zurück, auf dem Fußboden in der Nähe des Herdes einen Napf mit Stiefelfett bereit zu halten. In einer anderen Variante sollen bei der Erklärung die Fettnäpfe gemeint sein, die auf dem Küchenboden standen, um das von zum Räuchern und Trocknen an der Decke aufgehängten Würsten und Schinken herabtropfende Fett aufzufangen. In beiden Fällen bestand die Gefahr, das ein unaufmerksamer Besucher versehentlich hineintrat und dadurch die Hausfrau verärgerte (Quelle: Wikipedia).


Bildquelle: © Jochen Rolfes