Führungskräfte unterstützen Merkels Energieposition

Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel unlängst ausgesprochene Warnung vor einem gleichzeitigen Ausstieg aus der Kohleverstromung und der Kernkraft wird von den Führungskräften in Deutschland geteilt. In einer ersten Reaktion auf die Äußerungen der Kanzlerin erklärte Dr. Ulrich Goldschmidt, Hauptgeschäftsführer des Berufsverbandes "die Führungskräfte", dass man sich mit einem Verzicht auf Kohle und Kernenergie zugleich von der Versorgungssicherheit verabschiede. Damit würde man dem Industriestandort Deutschland einen kaum wieder gutzumachenden Schaden zufügen. Gefordert sei nach wie vor ein ausgewogener Energiemix, in dem die Kohle ebenso wie die Kernenergie ihre Rolle zu spielen hätte.

"Aber es darf jetzt nicht bei wohlgesetzten Worten bleiben, sondern es müssen Taten folgen" fordert Ulrich Goldschmidt. Eine sichere Energieversorgung sei von strategischer Bedeutung für die deutsche Industrie und sei deshalb als Stresstest für die große Koalition geeignet. "Energiepolitische Wirrköpfe, die meinen, auf Kohle oder Kernkraft bei der Energieerzeugung verzichten zu können, haben in der Regierungsverantwortung nichts zu suchen. Hier muß Angela Merkel durchgreifen", fordert Ulrich Goldschmidt Taten von der Kanzlerin.

Der Berufsverband "die Führungskräfte" vertritt und fördert die beruflichen Interessen seiner mehr als 18.000 Mitglieder in allen beruflichen und versorgungsrechtlichen Angelegenheiten, insbesondere bei arbeits-, steuer-, straf- und sozialrechtlichen Fragen sowie im wirtschafts- und sozialpolitischen Bereich. Über seine Regional- und Fachgruppen bietet er ein Netzwerk für Führungskräfte in ganz Deutschland.