Führungskräfte widersprechen Bankenverband

Mitbestimmung auch in Holding erhalten

Der vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) unlängst unterbreitete Vorschlag, Holdinggesellschaften mitbestimmungsfrei zu stellen, stößt bei deutschen Führungskräften auf wenig Gegenliebe. Der Berufsverband "die Führungskräfte" kritisiert den BdB-Vorschlag als durchsichtiges Manöver, klammheimlich aus der Mitbestimmung aussteigen zu wollen. Maßgebende Konzernentscheidungen fallen auf der Ebene der Holding. Wollte man hier die Mitbestimmung abschaffen, würde man im Aufsichtsrat auf einen maßgebenden Stakeholder, die Arbeitnehmer, verzichten, so der Führungskräfteverband. Mitbestimmung lediglich auf der Ebene der Tochtergesellschaften anzusiedeln wäre weder sinnvoll noch hilfreich, sondern allein ideologisch begründbar. "Die großen Veränderungsprozesse in deutschen Konzernen sind vor allem deshalb so störungsfrei abgelaufen, weil es die befriedende Wirkung der Mitbestimmung auf der Ebene der Holding gibt", so Führungskräfte-Hauptgeschäftsführer Dr. Ulrich Goldschmidt.

Der Berufsverband "die Führungskräfte" vertritt und fördert die beruflichen Interessen seiner rund 17.000 Mitglieder in allen beruflichen und versorgungsrechtlichen Angelegenheiten, insbesondere bei arbeits-, steuer-, straf- und sozialrechtlichen Fragen sowie im wirtschafts- und sozialpolitischen Bereich. Über seine Regional- und Fachgruppen bietet er ein Netzwerk für Führungskräfte in ganz Deutschland.