Schwerpunkt Active Aging

Hinzuverdienstgrenzen nicht mehr zeitgemäß

DFK Geschäftsführer Jörg ten Eicken

Eine vorzeitige Vollrente wegen Alters kann nach aktueller Rechtslage nur erhalten, wer aus dem sozialversicherungspflichtigen Erwerbsleben ausscheidet, denn das Recht der gestzlichen Rentenversicherung sieht eine Leistungskürzung auf eine Teilrente vor, sobald eine mehr als geringfügige Beschäftigung ausgeübt wird. Betroffen sind vor allem diejenigen, die mit 63 Jahren die Voraussetzungen für den Bezug einer Altersrente für den Bezug einer altersrente für langjährig Versicherte erfüllen, aber erst wieder nach Erreichen der Regelaltersrente ohne Einbußen berufstätig sein können. Da der Bezug vorgezogener betrieblicher Altersversorgungsleistungen zumeist an den Bezug einer Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung geknüpft ist, bleibt älteren Arbeitnehmern vielfach keine Möglichkeit, im Rahmen der Übergangsregelung nach und nach aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, ohne zugleich ihre Existenzgrundlage zu gefährden.

Der Verband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE - DFK unterstützt daher das Vorhaben der Bundesregierung, derzeitige Hinzuverdienstgrenzen im Rahmen einer Rentenreform zu lockern, den Bezug einer vorgezogenen Altersrente als "Kombirente" ohne Anrechnung und Leistungskürzung durch Rente und Arbeitseinkommen zu ermöglichen und so auch nach Rentenbeginn die Differenz zum Gehalt durch Weiterarbeit mit reduzierter Arbeitsleitung ausgleichen zu können. Einerseits, so DFK-Geschäftsführer Jörg ten Eicken, werde den Betroffenen die Möglichkeit gegeben, im weiteren Beschäftigungszeitraum Versorgungsabschläge aufgrund des vorzeitigen Bezuges von gesetzlicher und betrieblicher Altersrente auszugleichen, und zum anderen bestehe in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels die Möglichkeit, Sachverstand und Erfahrung von älteren Arbeitnehmern im Rahmen von Übergang und Nachfolgeregelungen weiter zu nutzen. Von der Bundesregierung sei zu fordern, dass dieser Teil einer Rentenreform gegebenenfalls vorzuziehen und unabhängig von anderen Vorhaben zu verabschieden ist, damit sowohl der betroffene Personenkreis als auch an der Weiterbeschäftigung interessierte Arbeitgeber möglichst zeitnah von der Lockerung der Hinzuverdienstgrenzen profitieren können.

Bildquelle: www.die-fuehrungskraefte.de