Die Initiative „MINT Zukunft schaffen“

Gemeinsames Engagement für die MINT-Berufe

DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK unterstützen die Initiative „MINT Zukunft schaffen“, deren Ziel es ist, junge Menschen von MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu begeistern und gleichzeitig eine breite Öffentlichkeit auf den dringend notwendigen Schub in den MINT-Studiengängen und MINT-Ausbildungsberufen hinzuweisen. Schirmherrin der Initiative ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Vorstandsvorsitzender ist Thomas Sattelberger, ehem. Vorstand Personal Deutsche Telekom AG.

MINT ist das Rückgrat der Deutschen Wirtschaft, und sorgt für den Wohlstand unseres Landes, gerade bei einem exportorientierten Land wie dem unseren, sind die MINT-Berufe in Entwicklung, Produktion und Erhaltung der Wirtschaftsgüter elementar wichtig. Demografiebedingt sowie entsprechend des jährlichen Expansionsbedarfs besteht bis zum Jahr 2014 ein jährlicher Bedarf von insgesamt rund 100.000 Fachkräften, ab 2015 steigt die Zahl auf rund 111.000 pro Jahr an. Die jährliche Anzahl an Hochschulabsolventen wird diesen Bedarf nicht decken können. Es besteht damit erheblicher Handlungsbedarf, um den Technologiestandort Deutschland fit für die Zukunft zu machen.

Der DFK schließt sich aktiv der MINT-Botschafter-Initiative (mit bereits über 8.500 aktiven Botschafterinnen und Botschaftern) an. Diese bedeutet: Menschen mit MINT-Erfahrung können aus ihrem Berufsleben heraus authentisch überzeugen. Dafür wirbt der Verband in seinen eigenen Reihen.

Viele unserer Mitglieder sind MINT-Botschafterinnen und MINT-Botschafter, denn Sie leben das aktive Botschaftertum bereits vor. Es geht letztlich darum, das was Sie an beispielweise Mentoring, Veranstaltungen und Werben für MINT Berufe ohnehin tun, sichtbar zu machen. Tue Gutes und rede auch mal drüber.

Außer dem DFK sind sechzehn weitere Großorganisationen, wie zum Beispiel die Gesellschaft für Informatik, die Deutsche Physikalische Gesellschaft oder der VDE, als Botschafter organisiert. Das gesamte Mitglieder-Netzwerk umfasst eine halbe Million Menschen.

 

Engagement gefragt

Machen Sie mit und geben Sie dem MINT-Engagement der FÜHRUNGSKRÄFTE ein erkennbares Gesicht:

  • Auf der Botschafter-Seite von „MINT Zukunft schaffen“ (www.mintzukunftschaffen.de) können Sie sich auch selbst anmelden und werden dann bei der MINT-Initiative als Botschafter geführt.
  • Wenn Sie Ihr Unternehmen darüber hinaus zu einem MINT-Unternehmen machen möchten, können Sie sich gerne an Benjamin Gesing wenden, der Projektleiter der Initiative:
    Herr Benjamin Gesing, Projektleiter MINT Zukunft schaffen
    benjamin.gesing(at)mintzukunftschaffen.net

 

 

Philosophie der Initiative "MINT Zukunft schaffen"

Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist gefährdet durch den Mangel an Nachwuchs in den MINT-Qualifikationen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Der Engpass an naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten Fachkräften ist ein strukturelles Problem, das heute schon als Wachstums- und Innovationsbremse einen hohen Wertschöpfungsverlust für die deutsche Volkswirtschaft verursacht – mit steigender Tendenz. Die Initiative „MINT Zukunft schaffen” wird zukunftsorientiert und wegweisend Zeichen für positive Veränderungen setzen.

„MINT Zukunft schaffen” will bis 2015 den zahlreichen, seit vielen Jahren erfolgreich vorhandenen MINT-Einzelinitiativen der Verbände und Unternehmen eine breite Plattform bieten, um durch ein gemeinsames Auftreten eine kritische Masse zu erreichen und politischen Forderungen zur Verbesserung der MINT-Situation öffentlichkeitswirksam entscheidenden Nachdruck zu verleihen: Unterricht und Lehre in den MINT-Fächern müssen an Schule und Hochschule quantitativ und qualitativ deutlich verbessert werden. Die Kenntnis mathematisch-naturwissenschaftlicher Zusammenhänge ist die Grundlage für einen verantwortlichen Diskurs zu wissenschaftlich-technischen Entwicklungen der Gegenwart und der Zukunft.

Um die Zahl qualifizierter Bewerber für MINT-Ausbildungs- und Studienberufe signifikant zu steigern und somit unseren Wohlstand auch in Zukunft zu gewährleisten, müssen alle Talentquellen ausgeschöpft und Bildungsbarrieren konsequent abgebaut werden. „MINT Zukunft schaffen” will profiliert zu einer positiven Einstellung von jungen Menschen, Eltern, Lehrkräften und einer breiten Öffentlichkeit zu den MINT-Fächern beitragen. Absolventen von MINT-Ausbildungs- und -Studiengängen finden als gefragte Technologieexperten attraktive Berufseinstiege und Karrierewege – und zwar nicht nur in Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie oder in der IT-Branche, sondern auch zunehmend in der Dienstleistungsbranche wie z. B. in Banken und Versicherungen.

Die steigende Zahl der Studienberechtigten und hoffentlich auch weiteren Studierenden in den kommenden Jahren sind eine Herausforderung an alle Akteure, dieses gemeinsame Ziel in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Die Chance für den Technologiestandort Deutschland, möglichst viele junge Menschen für ein MINT-Studium zu begeistern, muss jetzt genutzt werden.

Quelle: http://www.mintzukunftschaffen.de/philosophie.html

Das MINT-Meter

Quelle: "MINT Zukunft schaffen"

Das MINT-Meter überprüft kontinuierlich den Fortschritt der MINT-Ziele. Die Untersuchung des MINT-Arbeitsmarktes in der Klassifikation der Berufe 2010 stellt das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot, die arbeitslosen Personen und die Arbeitskräftelücke im MINT-Segment hochqualifizierter Tätigkeiten seit August 2011 dar. Da die Arbeitsmarktberichterstattung der BA im August 2011 umgestellt wurde und sich das Meldeverhalten bei der BA mit Blick auf offene MINT-Stellen verändert hat, sind die Arbeitsmarktdaten nach der Klassifikation der Berufe 2010 nicht mit Daten auf Basis der vormals verwendeten Klassifikation der Berufe 1988 vergleichbar.

Die Daten werden differenziert nach drei Segmenten MINT-Expertentätigkeiten (i.d.R. Akademiker), MINT-Spezialistentätigkeiten (i.d.R Meister und Techniker) und MINT-Fachkräfte (i.d.R. Ausbildungsberufe) ausgewiesen. Zu den MINT-Expertentätigkeiten zählen solche Berufe, deren Ausübung in der Regel den vorherigen Abschluss eines (vierjährigen) naturwissenschaftlich-technischen Hochschulstudiums voraussetzen (z.B. Ingenieur-, Informatiker- oder Chemikerberufe). Zu den MINT-Spezialistentätigkeiten zählen solche Berufe, deren Ausübung in der Regel den vorherigen Abschluss einer technisch orientierten Aufstiegsfortbildung voraussetzen (z.B. Industriemeister, Techniker).

Die MINT-Arbeitskräftelücke hochqualifizierter Tätigkeiten kann größer sein als die entsprechende Differenz der offenen Stellen und der arbeitslos gemeldeten MINT-Arbeitskräfte in Deutschland, da beispielsweise ein Überschuss an arbeitslosen Chemikern nicht mit einem Überschuss an offenen Stellen für Maschinenbauingenieure verrechnet werden kann (qualifikatorischer Mismatch). Für Arbeitslose wird eine bundesweite Mobilitätsbereitschaft bei der Besetzung offener Stellen angenommen. Alle Berechnungen beruhen auf den Meldequoten offener MINT-Stellen der Bundesagentur für Arbeit, die das Institut der deutschen Wirtschaft mittels des IW-Zukunftspanels im Jahr 2011 ermittelt hat.

Hier finden Sie weitere Informationen.

Einer von vielen: DFK-Mitglied als 8.888ter MINT-Botschafter ausgezeichnet

Dr. Matthias Hessling, Thomas Sattelberger, Andrea Kunwald
(Quelle: www.mintzukunftschaffen.de)

Der Verband DFK hat unter seinen 25.000 Mitgliedern im Netzwerk mehrere tausend Ingenieure – in großen Konzernen bis hin zu KMUs. Einer von Ihnen ist Dr. Matthias Hessling, der 2012 als 8.888 MINT-Botschafter von Thomas Sattelberger auszeichnet wurde. In einer Videobotschaft begrüßte zudem die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die neuen MINT-Botschafter der Initiative und würdigte das beispielhafte Engagement der Botschafter.

MINT-Botschafter Dr. Hessling fühlt sich dem Thema verpflichtet, denn als Vorsitzender der Geschäftsführung der SWARCO V.S.M. GmbH in Berlin, einem Mittelständler in der Licht-Branche, sucht er „händeringend“ Fachpersonal von Elektrotechnikern bis Mathematikern. Der Markt auf dem Gebiet Beleuchtung wächst derzeit so stark, dass das Unternehmen viel mehr Projekte realisieren könnte, wenn es denn die qualifizierten Mitarbeiter dazu fände. Mitglieder des Führungskräfteverbandes DFK, so wie Dr. Hessling, wirken als MINT-Mentor schon seit Jahren im Kleinen, sie werden dies, und auch den Austausch der MINT-Botschafter untereinander, weiter intensivieren.

Die Chancen auf einen begeisterten MINT-Nachwuchs kann ein begeisterter, erfahrener und sichtbarer Unternehmensvertreter deutlich erhöhen: Als MINT-Botschafter kann er sein „Brennen“ für die spannende Branche weitergeben, aber auch einen Beitrag leisten, sein Unternehmen zukunftsfähig zu halten. In diesem Sinne werden DIE FÜHRUNGSKRÄFTE weiterhin ihre Mitglieder für dieses Thema begeistern und um neue Botschafter werben.

Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung war die Deutsche Bahn: „Wir wollen mehr junge Menschen für technische Berufe wie Ingenieur oder Mechatroniker begeistern. Wer Mathe, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik lernt, dem öffnet sich eine faszinierende Welt: Brücken und Tunnel bauen, Züge warten, Strecken berechnen.“, sagte Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der DB.

Für DIE FÜHRUNGSKRÄFTE ist der Nachwuchs in den MINT-Fächern unabdingbar mit der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Wohlstand in Deutschland verbunden. Er bildet die Voraussetzung für Wirtschaftswachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Deshalb ist es die Pflicht von Politik, Medien, Industrie und Ihren Vertretern wie auch der Fach- und Führungskräfte, die Bedeutung und den Reiz der MINT-Berufe glaubhaft und nachhaltig zu vermitteln. Deutschland braucht Menschen, die MINT-Begeisterung wecken können – und Plattformen, die diese Menschen sichtbar machen. Hier lohnt jedes Engagement, denn dies wird für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands mitentscheidend sein.

Hier können Sie mehr über die MINT-Botschafter erfahren. 


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