Die Charta der Vielfalt

Die „Charta der Vielfalt“ ist eine Selbstverpflichtung von Unternehmen und Institutionen zu Vielfalt und Toleranz, Fairness und Wertschätzung von Menschen im Arbeitsleben. Durch die Unterzeichnung verpflichten sich Unternehmen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist. So soll eine offene Unternehmenskultur etabliert werden, die auf Einbeziehung und gegenseitigem Respekt basiert, die unterschiedliche Talente in der Belegschaft und im Arbeitsfeld erkennt und nutzt, um Märkte optimal zu bedienen.

Die „Charta der Vielfalt“ wurde von der Daimler AG, der Deutschen Bank, der Deutschen BP und der Deutschen Telekom zusammen mit Staatsministerin Maria Böhmer 2006 initiiert. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat die Schirmherrschaft übernommen.

Der Verband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE - DFK hat zum Jahreswechsel 2012/2013 die „Charta der Vielfalt“ unterschrieben. Damit gehört er zu dem Kreis von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Verbänden, die für eine Kultur stehen, die auf Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt beruht – und dieses als einen Schlüsselfaktor für ihre Wettbewerbsfähigkeit sehen.

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, damalige Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und DFK-Vorsitzender Bernhard von Rothkirch unterzeichneten die Charta mit der gemeinsamen Überzeugung, dass gelebte Vielfalt Unternehmen erfolgreicher macht: „Wir begrüßen die Vielfalt in den Unternehmen in jeder Hinsicht. Unsere Mitglieder wollen in ihrer Führungsposition dazu beitragen, dass die Chancen von Diversity genutzt und Ihre Vorteile in den Unternehmen Realität werden“, so von Rothkirch.

www.charta-der-vielfalt.de

Über die Charta

v.l.n.r: Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin Charta der Vielfalt e.V., Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, Bundesintegrationsbeauftragte Aydan Özoğuz, Iris Gleicke, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Die Charta der Vielfalt ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist Schirmherrin. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoğuz, unterstützt die Initiative.

Die Initiative will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Die Charta der Vielfalt wurde von Daimler, der BP Europa SE (ehemals Deutsche BP), der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom im Dezember 2006 ins Leben gerufen. Mehr als 1.850 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner hinzu.

Träger der Initiative ist seit 2010 der gemeinnützige Verein Charta der Vielfalt e.V. Weitere Informationen zum Verein finden Sie hier.

Die Charta der Vielfalt treibt durch unterschiedliche Projekte die inhaltliche Diskussion zu Diversity Management in Deutschland voran:

  • Der Charta der Vielfalt e.V. ist Initiator des bundesweiten Deutschen Diversity-Tags, der dieses Jahr zum zweiten Mal am 3. Juni 2014 stattfand. An diesem Aktionstag machen Unternehmen und Institutionen ihr Engagement zum Thema Diversity öffentlich. 2014 wurden mehr als 600 Aktionen von über 340 Organisationen durchgeführt.
  • Die Konferenz DIVERSITY bietet einmal jährlich Austausch und Vernetzung von Fachpublikum mit Praktiker/-innen und Interessierten. Der nächste Termin ist der 13./14. November 2014.
  • Mit dem Projekt Jugend denkt Vielfalt in NRW suchen der Charta der Vielfalt e.V., seine beteiligten Mitgliedsunternehmen (Bayer, BP und Daimler) und Charta-Unterzeichner (Karstadt, Lindt & Sprüngli und RWE Power) den direkten Dialog mit jungen Menschen zum Thema Vielfalt in der Arbeitswelt. Die 180 Jugendlichen erarbeiten mit den beteiligten Unternehmen Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Vielfalt und erhalten Einblicke in die Chancen und Anforderungen der Arbeitswelt im Wirtschaftssektor.
  • In Form von thematischen Dossiers informiert der Verein über verschiedene Themen rund um Diversity. Das erste Dossier erschien im Juni 2012 mit dem Titel Jung - Alt - Bunt. Diversity und der demographische Wandel. Das zweite Dossier Weltoffen=Zukunftsfähig?! Diversity Management und Internationalität wurde im September 2013 veröffentlicht. 2014 wurde Vielfalt erkennen - Strategien für einen sensiblen Umgang mit unbewussten Vorurteile als drittes Dossier veröffentlicht.

 Quelle: http://www.charta-der-vielfalt.de/charta-der-vielfalt/ueber-die-charta.html

Die Geschichte der Charta

2006 schlossen sich BP Europe SE, Daimler, Deutsche Bank und Deutsche Telekom zusammen und initiierten die Charta der Vielfalt in Deutschland nach ihrem französischen Vorbild Charte de la diversité. Große Unternehmen, die für einen produktiven Umgang mit der Vielfalt in ihren Organisationen eintreten und für vorurteilsfreie Arbeitsumfelder stehen, sollten dabei als Vorbild dienen. Diversity wird hier als ganzheitlicher Ansatz verstanden, das heißt jede Form von sichtbarer und unsichtbarer Vielfalt wird berücksichtigt. Hans Jablonski, zum Zeitpunkt der Gründung als Diversity Manager bei BP Europe SE beschäftigt, war als Sponsor und Promoter der Charta aktiv und engagierte sich ehrenamtlich für den Erfolg der Initiative. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, übernahm bis 2010 Betreuung des Projekts und integrierte es in die Kampagne „Vielfalt als Chance“. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat bis heute die Schirmherrschaft übernommen.

Der Startschuss der Charta-Initiative in Deutschland war der 21. März 2007, als weitere 32 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen die Charta der Vielfalt unterzeichneten. Bis heute ist die Gruppe der Unterzeichner auf 1.850 gewachsen und setzt sich zusammen aus Großunternehmen, klein- und mittelständischen Unternehmen, Kleinstunternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Vereinen, Verbänden und Stiftungen. Der 2010 gegründete gemeinnützige Verein Charta der Vielfalt e.V. hat aktuell 19 Konzerne als Vereinsmitglieder. Eine 2011 gegründete Geschäftsstelle koordiniert heute die Initiative.

Quelle: www.charta-der-vielfalt.de/charta-der-vielfalt/historie.html

Der Deutsche Diversity-Tag

Auf Initiative des Vereins Charta der Vielfalt starteten am 11. Juni 2013 rund 240 Unternehmen und Institutionen den 1. Deutschen Diversity-Tag. Sie zeigten mit über 360 Aktionen, wie Vielfalt dazu beiträgt, ihre Position zu stärken sowie wichtige aktuelle gesellschaftspolitische Fragen zu bewältigen.

Der 2. Deutsche Diversity-Tag am 3. Juni 2014 brach alle Rekorde: Rund 600 Aktionen wurden von 330 Organisationen im gesamten Bundesgebiet veranstaltet. Auf der Impulsveranstaltung „Talente. Vielfalt. Deutschland. Arbeiten 2024“ in Berlin diskutierten 200 Vertreter/-innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft über die Arbeitswelt von morgen und die große Rolle, die Diversity dabei spielt.

Für aktuelle Informationen zum Diversity-Tag klicken Sie bitte hier.

 

Bildquelle: © Charta der Vielfalt


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