Romanische Kirchen in Köln, ein bau-und kunsthistorisches Erlebnis St. Ursula

Ort
St. Ursula
Ursulaplatz 24
50668 Köln
Wegbeschreibung in Google Maps
Zeitraum
18.08.2018
10:30 Uhr
Dozent / Referent

Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum
Dr. Christoph Bellot

Beschreibung

Die bau- und kunsthistorischen Führungen durch Kölns 12 Romanische Kirchen setzen wir im August 2018 mit St. Ursula und St. Kunibert fort. Wenn Sie beide Kirchen sehen möchten, melden Sie sich bitte direkt auch zur jeweils anderen Führung am 04.08.2018 an.
Dauer der jeweiligen Führung ca. 1 Stunde. Teilnahmegebühr: 5 € pro Teilnehmer, Schüler, Studierende frei

 

04.08.2018Gruppe A)St. Ursula, 10:30 Uhr
Ursulaplatz 24
50668 Köln

 Gruppe B)St. Kunibert, 10:30 Uhr
Kunibertsklostergasse 2
50668 Köln
 
18.08.2018Gruppe B)St. Ursula, 10:30 Uhr
Ursulaplatz 24
50668 Köln

 Gruppe A)St. Kunibert, 10:30 Uhr
Kunibertsklostergasse 2
50668 Köln 

Kölns 12 Romanische Kirchen sind in dieser Vielfalt - und quasi im Stadtzentrum gelegen –  von außergewöhnlicher kunst- und baugeschichtlicher Bedeutung. Sie alle wurden im zweiten Weltkrieg zerstört und nach dem Krieg – überwiegend durch Spenden aus der Bevölkerung - wieder aufgebaut. 1985 feierte Köln mit dem Jahr der Romanischen Kirchen den vollendeten Wiederaufbau. Erhalt und Ausstattung werden von dem seit 1981 bestehenden Förderverein Romanische Kirchen entscheidend gefördert.

St. Ursula ist eine der großen mittelalterlichen Märtyrerkirchen in Köln, in der man gleich eine ganz Schar von Heiligen verehrte. Sie ist auf einem römischen Friedhof entstanden und war schon früh mit der Legende der Heiligen Jungfrauen und ihrer Anführerin Ursula verbunden. Im frühen 11. Jahrhundert entstand nach der Auffindung zahlreicher Reliquien die noch heute erhaltene romanische Emporen-Basilika. Sie besitzt eine reiche Ausstattung an mittelalterlicher Malerei und Plastik. Ungewöhnlich und selten ist die sog. „Goldene Kammer“, eine barocke Reliquienkammer, deren Wände mit einem kunstvollen Dekor aus Schädeln und Knochen bedeckt sind.

St. Kunibert ist die späteste unter den 12 erhaltenen Kölner Romanischen Kirchen. Sie war 1247 weitgehend fertiggestellt; ein Jahr vor der Grundsteinlegung des gotischen Domes. Kern der Anlage ist ein römisches Wasserheiligtum, das in seiner mittelalterlichen Umwidmung als Marienheiligtum als sog. „Kunibertspütz“ Eingang in den Volksglauben fand. Der ungewöhnliche, kryptenartige Raum mit tiefem Brunnenschacht unter dem östlichen Chor ist noch heute zugänglich. Die eindrucksvolle spätromanische Basilika wendet ihre repräsentative Chorfassade der Rheinfront zu. Der im Krieg zerstörte Westbau mit großem Mittelturm wurde in den 1980er Jahren rekonstruiert. Die Kirche besitzt neben zahlreichen wertvollen Ausstattungsstücken mittelalterlicher Kunst einen seltenen Schatz: Bunte romanische Glasmalereien in den Fenstern des Chores illustrieren die Legenden ihrer Heiligen.

Wir freuen uns, dass wir mit Frau Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum und Herrn Dr.Christoph Bellot zwei herausragende Kenner der Materie gewinnen konnten.

Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum ist Kunsthistorikerin mit dem Schwerpunkt mittelalterliche und frühneuzeitliche Kunst. Nach der Promotion über islamisch-normannische Bauten in Sizilien, folgten zahlreiche Arbeiten und Projekte zur Architektur und Ausstattung der romanischen Kölner Kirchen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit für den "Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V." war sie zuletzt mit einem Forschungsprojekt zu den mittelalterlichen Kölner Pfarrkirchen und dem Aufbau der App "12 Romanische Kirchen" befasst.

Dr. Christoph Bellot ist Mitarbeiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in München, studierte in Köln und Wien und wurde mit einer Arbeit zur Theorie der Allegorie im Mittelalter promoviert. Seine Forschungen und Publikationen zur Kunstgeschichte gelten Themen vom Mittelalter bis zur Moderne. Er war unter anderem Autor des "Dehio-Handbuchs der deutschen Kunstdenkmäler" und ist derzeit am Projekt der "Kunstdenkmäler von Bayern" beteiligt. Zwei Jahrzehnte hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Passau.

Zur Organisation: Führungen in den Romanischen Kirchen sind nur samstagvormittags möglich. Deshalb finden je zwei Führungen am 04.08.2018 und am 18.08.2018 parallel in 2 Gruppen statt. Die Gruppen wechseln am 18.08.2018 die am 04.08.2018 besuchten Kirchen, so dass jede Gruppe die Möglichkeit hat, beide Kirchen zu besuchen.

Wenn Sie beide Kirchen sehen möchten, melden Sie sich bitte direkt zur jeweils anderen Führung am 04.08.2018 an.

Zusammensein nach den Führungen (Selbstzahlerbasis):
St. Ursula: luciano "Il Ristorante", Marzellenstr. 66-70, 50668 Köln
St. Kunibert: Ristorante Pizzeria "Mangia e Vai", Machbäerstr.61, 50668 Köln

Parken St. Ursula: Tiefgaragen im Maternushaus Kardinal-Frings-Straße 1-3, 50668 Köln oder "An der Börse" oder "IHK", Zufahrten vom Altengrabengäßchen!!!
Parkhaus Am Dom 5, Kurt-Hackenberg-Platz 2, 50667 Köln
ÖPNV Dom / Hauptbahnhof


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Diese Veranstaltung wird über die DFK-Kompetenz GmbH als Servicegesellschaft des Verbandes abgewickelt.

Anmeldeschluss ist der 09.08.18