Romanische Kirchen in Köln, ein bau- und kunsthistorisches Erlebnis - St. Aposteln

Ort
St. Aposteln
Neumarkt 30
50667 Köln
Wegbeschreibung in Google Maps
Zeitraum
14.10.2017
10:30 Uhr
Dozent / Referent

Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum, Kunsthistorikerin
Dr. Christoph Bellot, freischaffender Kunsthistoriker

Beschreibung

Die bau- und kunsthistorischen Führungen durch Kölns 12 Romanische Kirchen setzen wir im Oktober mit St.Aposteln und und Groß St. Martin fort. Wenn Sie beide Kirchen sehen möchten, melden Sie sich bitte direkt auch zur jeweils anderen Führung am 28.10.2017 an.

14.10.2017Gruppe A)St. Aposteln, 10:30 Uhr (Dr. Bellot)
Neumarkt 30
50667 Köln
 Gruppe B)Groß St. Martin, 10:30 Uhr (Dr. Hagendorf Nußßbaum)
Martin 9
50667 Köln 
28.10.2017Gruppe A)Groß St. Martin, 10:30 Uhr (Dr. Hagendorf Nußßbaum)
Martin 9
50667 Köln
 Gruppe B)St. Aposteln, 10:30 Uhr (Dr. Bellot)
Neumarkt 30
50667 Köln

Kölns 12 Romanische Kirchen sind in dieser Vielfalt - und quasi im Stadtzentrum gelegen –  von außergewöhnlicher kunst- und baugeschichtlicher Bedeutung. Sie alle wurden im zweiten Weltkrieg zerstört und nach dem Krieg – überwiegend durch Spenden aus der Bevölkerung - wieder aufgebaut. 1985 feierte Köln mit dem Jahr der Romanischen Kirchen den vollendeten Wiederaufbau. Erhalt und Ausstattung werden von dem seit 1981 bestehenden Förderverein Romanische Kirchen entscheidend gefördert.

Groß St. Martin
Groß St. Martin wirkt vor allem durch seine grandiose Architektur. Der mächtige spätromanische Vierungsturm dominiert seit Jahrhunderten das Kölner Rheinpanorama. Die Anfänge der Martinskirche liegen – wie fast bei allen romanischen Kirchen – in der Römerzeit. So bestimmen die Maße der auf einer Rheininsel gelegenen römischen Lagerhalle des 2. Jahrhunderts noch die Mittelschiffbreite der romanischen Kirche. Mit Erzbischof Bruno von Köln begann im späteren 10. Jahrhundert die monastische Tradition des Ortes in der aufstrebenden Rheinvorstadt. Die Ausgrabung unter dem Kleeblattchor veranschaulicht sehr gut seine fast 2000jährige Geschichte. Verbunden mit Groß St. Martin ist auch die Geschichte der zugehörigen Pfarrkirche St. Brigiden, die bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein auch architektonisch in engem Zusammenhang mit der Abteikirche stand. Vom Reichtum der zugehörigen Pfarrklientel zeugen noch einige, heute im Wallraf-Richartz-Museum befindliche, kostbare mittelalterliche Altarbilder.

St. Aposteln
Die romanische Apostelnkirche dominiert mit ihrem eindrucksvollen, reich dekorierten Kleeblattchor seit fast 1000 Jahren die Westseite des Neumarktes. Ihre Anfänge mögen allerdings bereits auf eine spätantike Memorialkapelle auf einem vor dem römischen Westtor gelegenen Gräberfeld zurückgehen. Erzbischof Pilgrim errichtete dort im frühen 11. Jahrhundert eine mächtige Basilika nach dem Vorbild von Alt St. Peter in Rom und begründete ein Chorherrenstift. Diese Kirche wurde um 1200 erneut umgestaltet und erhielt einen Kleeblattchor nach dem Vorbild von Groß St. Martin. Eng verknüpft mit  St. Aposteln ist die Geschichte von Stift und zugehöriger Pfarre, die zu einer ungewöhnlichen baulichen Lösung führte und Anlass für eine der bekanntesten Kölner Legenden des Mittelalters wurde.

Wir freuen uns, dass wir mit Frau Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum und Herrn Dr.Christoph Bellot zwei herausragende Kenner der Materie gewinnen konnten.

Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum ist Kunsthistorikerin mit dem Schwerpunkt mittelalterliche und frühneuzeitliche Kunst. Nach der Promotion über islamisch-normannische Bauten in Sizilien folgten zahlreiche Arbeiten und Projekte zur Architektur und Ausstattung  der romanischen Kölner Kirchen.  Im Rahmen der Tätigkeit für den Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V. war sie zuletzt mit einem Forschungsprojekt zu den mittelalterlichen Kölner Pfarrkirchen befasst.

Dr. Christoph Bellot ist freischaffender Kunsthistoriker, studierte in Köln und Wien und wurde mit einer Arbeit zur Theorie der Allegorie im Mittelalter promoviert. Seine Forschungen und Publikationen zur Kunstgeschichte gelten Themen vom Mittelalter bis zur Moderne. Er war unter anderem Mitarbeiter am 'Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler' und ist am Projekt der 'Kunstdenkmäler von Bayern' beteiligt. Seit 1998 hat er einen Lehrauftrag an der Universität Passau. 

Zur Organisation: Führungen in den Romanischen Kirchen sind nur samstagvormittags möglich. Deshalb finden je zwei Führungen am 14.10. und am 28.10. parallel in 2 Gruppen statt. Die Gruppen wechseln  am 28.10.2017 die am 14.10.2017 besuchten Kirchen, so dass jede Gruppe die Möglicjkeit hat, beide Kirchen zu  besuchen. Wenn Sie beide Kirchen sehen möchten, melden Sie sich bitte direkt zur jeweils anderen Führung am 28.10.2017 an.

Zuammensein nach den Führungen auf Selbstzahlerbasis in den Restaurants:

  • Riphan, Apostelnkloster 2 / Hahnenstr. 4 jeweils nach den Führungen in St. Aposteln und
  • Brauhaus im Zims, Heumarkt 77 jeweils nach den Führungen in Groß St. Martin


Zusätzliche Hinweise:

Kontakt Klaus Siebertz: 0171 - 31 77 987

Teilnahmegebühr 5 € pro Teilnehmer, Schüler und Studierende frei.

Parken St. Aposteln: Parkhaus Kreissparkasse Richmodstr, Parkhaus PB Lungengasse, Parkhaus Am Neumarkt Lungengasse

Parken Groß St. Martin: Parkhaus Groß St. Martin Große Neugasse 4, Parkhaus am Dom


Diese Veranstaltung wird über die DFK-Kompetenz GmbH als Servicegesellschaft des Verbandes abgewickelt.

Anmeldeschluss ist der 08.10.17