Einmaleins der Medienkompetenz für Führungskräfte

Jürgen Höller

von Jürgen Höller

Medienkompetenz beinhaltet mehr als nur das Beherrschen von Social-Media-Tools! In der heutigen Zeit stehen Führungskräfte in Unternehmen angesichts des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Wandels vor neuen Herausforderungen. Wenn sich Unternehmen und Topmanager diesen veränderten Gegebenheiten nicht anpassen, werden sie diese neuen Herausforderungen nicht meistern und sich nicht mehr am Markt behaupten können. Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung gewinnt das Thema Medienkompetenz von Führungskräften immer mehr an Bedeutung. Dabei wird jedoch oft vergessen, dass sich Medienkompetenz nicht ausschließlich auf die Nutzung der neuen Medien bezieht. Vielmehr müssen Führungskräfte nicht nur hinsichtlich der digitalen Medien, sondern auch in Bezug auf die klassischen Medien wie Print, TV und Hörfunk Kompetenz beweisen. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass sich durch die Digitalisierung auch die Arbeitsweise der klassischen Medien geändert hat. Durch den immer größer werdenden Einfluss der Medien stehen Führungskräfte vor der Herausforderung, den Umgang mit und die Nutzung von Medien, Informationen sowie Kommunikationsmöglichkeiten verantwortungsbewusst zu gestalten. Die Medien bestimmen die Wahrnehmung eines Unternehmens, indem sie die Kommunikation sowohl intern mit den eigenen Mitarbeitern als auch extern mit den Kunden ermöglichen. Aus diesem Grund benötigen Manager neben Führungskompetenzen auch immer mehr Medienkompetenzen. Leitende Angestellte müssen wissen, wie sie mit den Medien umgehen müssen, denn um das Unternehmensimage zu formen, können sie neben der klassischen Pressearbeit auch auf eigene Kommunikationsplattformen wie Unternehmensblogs, Social-Media-Kanäle, Intranet oder Mitarbeiterzeitschriften zurückgreifen. Hierbei stehen nicht nur technische Fertigkeiten des Führungspersonals im Mittelpunkt. Vielmehr geht es darum zu wissen, welche gegenwärtigen Medienströmungen existieren und welche Wertvorstellungen im Zeitalter der digitalen Medien existieren.

Neueste technische Entwicklungen kennen

Die Digitalisierung verändert neben Produkten auch Arbeitsprozesse, die Form der Zusammenarbeit und die Kommunikation in Unternehmen. Schon längst befinden sich die einzelnen Mitarbeiter eines Teams nicht mehr an einem Ort, um miteinander zu arbeiten. Neue Tools ermöglichen die Zusammenarbeit in virtuellen Teams und digitalen Büros. Dies führt zu agileren Arbeitsweisen. Die Führungskräfte von heute müssen ihren Mitarbeitern hierzu immer ein angemessenes Arbeitsumfeld und die passenden Tools zu Verfügung stellen. Damit Arbeitsprozesse effektiv ablaufen, wissen leitende Mitarbeiter, welche neuen Möglichkeiten es gibt und wie diese strategisch am sinnvollsten genutzt werden können.

Evaluation

Führungskräfte sollten nicht nur permanent über neueste technische Entwicklungen informiert sein, sondern immer auch evaluieren, wie Medien am gewinnbringendsten eingesetzt werden können. Hierfür müssen sie nicht nur abwägen, wie viele Informationen sie preisgeben möchten, sondern auch immer kritisch die Pros und Contras der jeweiligen Angebote von Informationsmedien abwägen. Dazu gehört, dass sie, auch im Hinblick auf die Kosten, den Sinn und Nutzen für die einzelnen Mitarbeiter und das Unternehmen als Ganzes einschätzen.

Versiert sein im Umgang mit Tools

Damit Führungskräfte eine erfolgreiche Strategie entwickeln können, müssen sie dazu in der Lage sein, die Medien und die Kommunikationstools bewusst einzusetzen und zu steuern. Hierfür müssen sie beispielsweise nicht nur wissen, wie ein Blog verfasst wird, sondern auch, warum ein Blogeintrag in einer bestimmten Situation das effektivste Mittel zur Kommunikation darstellt, in einer anderen Situation jedoch vielleicht nur ein Interview mit einem großen Branchenmagazin hilfreich ist.

Mitarbeitereinbindung

Der Wandel in Unternehmen beschränkt sich nicht nur auf die Führungskräfte. Eine große Herausforderung besteht darin, auch die Mitarbeiter von den Vorteilen, die eine gewisse Medienkompetenz mit sich bringt, zu überzeugen. Gute Führungskräfte befähigen ihre Mitarbeiter dazu, die neuen Medien auch zu nutzen. Hierbei sollten Chefs die Eigenverantwortung der Mitarbeiter fordern und fördern. Darüber hinaus sollte der Chef den Mitarbeitern ein gutes Vorbild sein. Das bedeutet, dass er sich nicht gegen Neuerungen stellen darf und stets für neue Entwicklungen offen sein muss. Zudem legen Führungskräfte klare Regeln zur Kommunikation und zur Nutzung der Medien fest. Hierbei hilft eine strikte Unterscheidung zwischen der privaten und der dienstlichen Verwendung von Medien.

Kontakt: info@juergenhoeller.com

 


Bildquelle: © Die Führungskräfte - DFK

Die Zeitschrift „BUNTE“ wählte Jürgen ­Höller zu einem der „500 wichtigsten Deutschen“, und die Zeitschrift „GQ“ kürte ihn zu einem der „25 besten Redner unse­rer Zeit“. In seinen Seminaren schulte er über 1,6 Mio. Menschen. Im April 2017 belegte die Jürgen Höller Academy im aktuellen Ranking der Financial Times Platz 495 der 1000 am schnellsten wachsenden Unternehmen in ganz Europa.

Zurück