Haben Sie Medienkompetenz?

Bernhard von Rothkirch

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Ereignis in Ihrem Unternehmen hat die Medien aufmerksam gemacht. „Das mit dem Interview sollen Sie übernehmen!“, erfahren Sie vom Pressesprecher. Morgen um 10.00 Uhr.

Wie kann ich mich vorbereiten? Auf welche Frage? Kann ich einen Sprechzettel nutzen? Eine Nachricht an Ingenieure: Bloß nicht mit Zahlen oder zu logisch argumentieren, eher Emotionen ansprechen!

Sachverhalte möglichst einfach beschreiben, Vergleiche aus dem normalen Leben verwenden!

Und locker bleiben! Bei überraschenden Fragen: tief Luft holen, Zeit nehmen zum Überlegen. Zugeben, wenn man etwas nicht weiß.

Und wenn es ein Fernsehinterview ist: nicht muffig schauen oder rumzappeln! Wenn das alles klappt, habe ich dann Medienkompetenz? Das zeigt sich in der Sendung, wenn meine Argumente im Zusammenhang und richtig wiedergegeben werden.

Doch zur Medienkompetenz gehört mehr. Auch der Umgang mit neuen Medien: Facebook, LinkedIn und Co. zeigen uns, dass die Grenze zwischen Privatleben und Arbeitsleben schneller und leichter verwischt als früher.

Umso mehr müssen wir darauf achtgeben, was wir preisgeben (wollen) und was nicht. Menschlich sein, aber nicht lächerlich machen. Also ein Urlaubsbild „einstellen“ und von 1.000 Freunden „liken“ lassen?! Oder lieber doch nicht?!

Die Entscheidung ist nicht einfach und erfordert neue Medienkompetenz von Führungskräften – und die gute alte Menschenkenntnis. Aber egal wie Sie sich entscheiden, bleiben Sie offen für Neues! Die alte Weisheit bleibt gültig: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.


Ihr
Bernhard von Rothkirch


Bildquelle: © DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK

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