Helmuth-Burckhardt-Preis 2016 an DFK-Mitglied Stephan Szigeti Nachlese Jahrestagung 2016 Vereinigung Rohstoffe und Bergbau

Die Jahrestagung 2016 der Vereinigung Rohstoffe und Bergbau, VRB, wurde erstmals von deren neuen Vorsitzenden, Dr.-Ing. Lars Kulik, Mitglied des Vorstandes der RWE Power SE, geleitet, der diese Auf­gabe nach sieben Jahren von Dr. Joachim Geisler, zuletzt Vorsitzender der Geschäftsführung der MIBRAG mbH, übernommen hatte.

In seiner Eröffnung wies Dr. Kulik darauf hin, dass Rohstoffpolitik zugleich Wirtschaftspolitik ist, was insbesondere für Deutschland als Industrieland gelte. Dem Anteil von Sekundärrohstoffen auf dem Wege zur echten Kreislaufwirtschaft seien aufgrund von Qualitäts- und Kostenaspekten bis auf Weiteres noch Grenzen gesetzt. Zahlreiche F&E-Projekte zeugten jedoch von den Bemühungen, die Recycling-Quoten zu erhöhen.

Der positive Beitrag der einheimischen Rohstoffgewinnung zum volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen, so Dr. Kulik, werde im Rahmen einer vom renommierten EEFA-Institut in Münster durchgeführten Studie – veröffentlicht im März 2016 – detailliert belegt. Demnach beträgt der gesamtwirtschaftliche Produktionseffekt durch den heimischen Bergbau jährlich 23,4 Mrd. E. Hierdurch werden ca. 81.000 Arbeitsplätze in mehr als 1.000 Betrieben sichergestellt. Der durchschnittliche Beschäftigungsmultiplikator für die heimische Rohstoffindustrie beträgt somit 2,9, woraus sich indirekt rund 240.000 Arbeitsplätze für unsere Volkswirtschaft ableiten lassen.

In seiner Rede zur Rohstoffpolitik unterstrich Bernhard Westphal/MdB, Sprecher der SPD-Fraktion für Wirtschaft und Energie, die Notwendigkeit von nachhaltig und sicher gewonnen Rohstoffen für die deutsche Volkswirtschaft und zugleich die Bemühungen um Erhöhung der Recycling-Quoten. Zur Diskussion über die De-karbonisierung der Energiewirtschaft betonte er, dass die Braunkohle bis auf weiteres als Brückenenergie benötigt werde und deshalb kein starrer „Ausstiegspfad“ für diesen Energieträger möglich ist.

Anschließend wurde der von der VRB in 2016 zum 46. Male verliehene Helmuth-Burckhardt-Preis für hervorragende Studienleistungen im Fach Bergbau bzw. Rohstoffingenieurwesen an das DFK-Mitglied Dipl.-Ing. Stephan Szigeti verliehen. So hat Szigeti an der TU Bergakademie Freiberg sein Studium in nur zehn Semestern mit der Gesamtnote 1,5 abgeschlossen, wobei er durch diverse Praktika im Bergbau Deutschland, Ungarns, der USA und Zyperns umfangreiche Auslandserfahrungen sammeln konnte und überdies Zeit fand, mehrere ehrenamtliche und soziale Engagements wahrzunehmen. Zu dieser Auszeichnung, die mit 5.000 € für Studienreisen dotiert ist, konnte der Berichterstatter dem jungen Preisträger die Gratulation des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK direkt im Anschluss übermitteln.

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