Besser gleich zum DFK, denn ­Erfahrung zahlt sich aus! Bericht aus der Mitgliedschaft

Nils Schmidt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Ich muss vorab gestehen, dass ich fremdgegangen bin J. Dieser Fehltritt hätte mich beinahe viel Geld gekostet. Als es aber darauf ankam, konnte ich mich zum Glück auf die juristische Hilfe des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK und insbesondere auf die schnelle und kompetente Vertretung durch Rechtsanwalt Nils Schmidt, der auch Fachanwalt für Arbeitsrecht ist, verlassen. Als langjähriges Mitglied des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE habe ich zwar regelmäßig an Veranstaltungen meiner Regionalgruppe teilgenommen und die angebotenen Seminare besucht, juristische Beratung benötige ich – so dachte ich – jedoch noch nicht. Vielleicht habe ich daher den Fehler gemacht und, als ich in meinem Job die Kündigung bekam, eine externe Rechtsanwaltskanzlei beauftragt, dagegen gerichtlich vorzugehen. Eigentlich handelte es sich auch (jedenfalls meiner Meinung nach) um ein gewöhnliches Standardverfahren vor dem Arbeitsgericht. Auf Vorschlag des Richters einigte ich mich dann mit meinem Arbeitgeber auf eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Wege eines Prozessvergleiches.

Mein damaliger Rechtsanwalt und der Anwalt meines ehemaligen Arbeitgebers gingen die notwendigen Punkte durch. Beendigungsdatum, Abfindung, Outplacement ... Und genau an dieser Stelle nahm das (ungute) Schicksal seinen Lauf. Die Anwälte trafen eine Regelung, von der ich geglaubt hatte, sie sei positiv für mich, wie sich einige Zeit später herausstellte, war dem jedoch nicht so.

Die Umsetzung des Vergleiches stellte sich schwieriger heraus als gedacht, da mein damaliger Anwalt recht unbedarfte Formulierungen gewählt hatte, die noch dazu auslegungsfähig waren. Mein ehemaliger Arbeitgeber nutzte diese Unklarheiten aus und überwies mir 16.000 E weniger als von mir gedacht und erwartet.

Ich war geschockt. Gerade in meiner Situation eine stattliche Summe, die natürlich auch in meiner (vorläufigen) Lebensplanung fehlte. Denn Kosten liefen ja weiter. So suchte ich dann Rat und Hilfe beim DFK. Rechtsanwalt Nils Schmidt nahm sich umgehend meiner Angelegenheit an und klärte mich über die wirkliche Sach- und Rechtslage auf. Schnell stellte sich heraus, dass die Argumentation meines ehemaligen Arbeitgebers richtig war und mein vorheriger Anwalt dies hätte wissen müssen. Schmidt machte mir Hoffnung: Trotz der Sachlage könne die Gegenseite, die ja auch am Vergleich beteiligt war und die Rechtslage zu diesem Zeitpunkt anscheinend kannte (oder vielleicht auch erst später?), den Sinn und Zweck des Vergleichstextes, der ja gerade positiv für mich sein sollte, nicht ohne Weiteres ignorieren.

Nils Schmidt vertrat mich daher bei der klageweisen Durchsetzung des Prozessvergleiches und überzeugte das Gericht gekonnt mit den entsprechenden Argumenten. Das Arbeitsgericht gab mir in vollem Umfang Recht und folgte Schmidts Argumentation.

Und die Moral? In Zukunft werde ich keine Experimente mehr eingehen und mich bei der nächsten Streitigkeit mit meinem Arbeitgeber (die es hoffentlich nicht geben wird) von den DFK-Juristen, die ihr Handwerk verstehen, vertreten und vor allem erst mal beraten lassen. Vielen Dank nochmals für die schnelle und kompetente Hilfe!


Bildquelle: © DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK

Der Autor des Artikels ist Mitglied des DFK und möchte anonym bleiben.

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