Fortbildung für Führungskräfte

Bernhard von Rothkirch

Liebe Leserin, lieber Leser,

brauchen Führungskräfte Fortbildung? Sind sie nicht bereits perfekt? Wohl kaum, denn angesichts der Schnelllebigkeit des Wirtschaftslebens ist lebenslanges Lernen unerlässlich, auch und vor allem für Führungskräfte, denn sie müssen vorangehen, und das umso mehr in Zeiten des Wandels und der Veränderung.

Welche Fortbildung brauche ich also als Führungskraft? Diese Frage lässt sich am besten beantworten, indem man jeweils die aktuellen Anforderungen der übertragenen Führungsaufgabe den eigenen ­Fähigkeiten gegenüberstellt. Wer vorangeht, muss sein Ziel kennen und wissen, wie er es erreichen will. Dies offen für Veränderungen und bereit, ggf. auch schwierige Wege zu meistern. Den Umgang mit schwierigen Situationen kann man lernen und so die Angst davor verlieren.

Wem erstmals im Beruf eine Führungsaufgabe übertragen wird, tut sich mit der neuen Verantwortung leichter, wenn er Sozialkompetenz bereits anderswo in der Praxis erworben und Menschen geführt hat. Ersatzweise oder ergänzend können Seminare wie „Plötzlich Chef“, ­„Führung kann man lernen“ dabei helfen, sich im kalten Wasser freizuschwimmen. Am Ende zählen hier aber vor allem Übung und Erfahrung.

Grundlegendes Handwerkszeug im Arbeitsalltag einer Führungskraft sind z.?B. Fertigkeiten in Rhetorik, Präsentationstechnik, Projektmanagement sowie kaufmännische Kenntnisse. Zudem gilt es, bei den rechtlichen Klassikern auf dem neuesten Stand zu sein z.B., bei Arbeitsrecht, Compliance, Betriebsverfassungsrecht etc. Wer sich für eine medizinische Operation unters Messer legt, ist froh, wenn es von einem erfahrenen Chirurgen geführt wird, der auch mit modernsten Operationsverfahren vertraut ist. Ähnlich geht es Mitarbeitern (und Arbeitgebern), die zu Recht erwarten, dass ihre Vorgesetzten anstelle von Befehl und Gehorsam und „das haben wir schon immer so gemacht“ einen kooperativen Führungsstil pflegen und offen sind für neue fachliche Entwicklungen ebenso wie für wirtschaftliche oder gesellschaftspolitische Herausforderungen. Hierfür drei Beispiele:

  • Die Generation Y hat andere Erwartungen an das Arbeitsleben. Diese gilt es zu erkennen, zu verstehen und zu berücksichtigen.
  • Arbeit 4.0 bedeutet u.a. flachere Hierarchien, Arbeit in Teams und „Demokratisierung“ bis hin zur Wahl der Teamleiter durch das Team. Anforderungen: ggf. Änderung des eigenen Rollenverständnisses hin zur Bereitschaft, Verantwortung zu übertragen, und Entscheidungsprozesse neu definieren.
  • Digitalisierung und Einsatz neuer Technologien und Medien ermöglichen eine Dezentralisierung der Arbeit (Homeoffice, Coworking etc.). Anforderung: neue Verfahren der Arbeitsorganisation und Personalarbeit.

Und letztlich: Führungskräfte, denen der Wechsel in den Ruhestand als Schritt in den Abgrund bevorsteht, können versuchen, sich in einem Seminar gegen Ende ihres Arbeitslebens die Angst vor dem Abgrund nehmen zu lassen.

Die Initiative zur Fortbildung liegt bei der Führungskraft. Bei der Auswahl einer geeigneten Maßnahme und der Auswahl eines geeigneten Anbieters wissen Kollegen, die Personalabteilung oder ein Coach Rat. Zu Letzterem stellen DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK gern den Kontakt her und vermitteln Rat zu Mitgliedskonditionen. Letztendlich verfügt der DFK aber auch selbst über ein umfangreiches Angebot hochwertiger Seminare.


Ihr
Bernhard von Rothkirch


Bildquelle: © DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK

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