Fortbildung für Führungskräfte

Anika Stritzel

Immer wieder werden die Juristen des Verbandes DIE  FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK mit dem Thema konfron­tiert, dass Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter herantreten und ihnen mitteilen, dass sie keine weitere Zusam­menarbeit wünschen. Was für die Verbandsjuristen also täglich Brot ist, stellt für die betrof­fenen Arbeitnehmer dagegen regelmäßig eine Ausnahmesituation dar, verbunden mit Enttäuschung, ­Zukunftsängsten und der Ungewissheit, wie es weitergehen soll.

Rechtliche Beratung ist wichtig

Daher ist es äußerst sinnvoll, sich in einem solchen Fall rechtlich beraten zu lassen. Denn der erfahrene Anwalt kann die Situation rechtlich bewerten und Lösungsmöglichkeiten entwickeln. Gerade die Be­endigung eines (langjährigen) Arbeitsverhältnisses ist häufig nicht so einfach möglich.

Auch im vorliegenden Fall wurde dem Mitglied des DFK die Kündigung des Arbeitsverhältnisses in Aussicht gestellt. Für das Mitglied des Verbandes bedeutete dies zunächst eine erhebliche Unsicherheit, ob es auf dem Arbeitsmarkt einen adäquaten Arbeitsplatz finden wird, aber auch deutliche Einbußen bei seiner Betriebsrente. Daneben wurde ihm arbeitgeberseitig auch sehr deutlich gemacht, dass es zur Beendigung keine Alternative gäbe. Eine weitere Zusammenarbeit wurde – unabhängig von der rechtlichen Situation – abgelehnt.

Rechtsanwältin Stritzel vom DFK hat die Beratung des Mitglieds übernommen. Gemeinsam wurde eine Lösungsmöglichkeit mitsamt Verhandlungsstrategie erarbeitet, die das Mitglied einerseits materiell abgesichert und dem Arbeitgeber dagegen die Möglichkeit gegeben hat, das Gesicht zu wahren. So wurden neben einer langjährigen Freistellung auch die ungekürzten Betriebsrentenansprüche des Mitglieds gesichert. Das Mitglied des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE berichtet persönlich dazu wie folgt: „Die Nachricht traf mich wie ein Hammerschlag, nach mehr als 20-jähriger Betriebszugehörigkeit: ,Der Vorstand hat beschlossen, dass wir uns von Ihnen trennen werden‘. Natürlich hatte ich gespürt, dass die Chemie zwischen meinem neuen Chef und mir nicht ganz stimmt, aber wir sind ja Profis, dachte ich, und das gibt sich. Die Projekte habe ich in meiner weltweiten Verantwortung erfolgreich aufgesetzt, die Kosten stimmen, und die Kundenzufriedenheit steigt nachweislich. Und selbst der unternehmensinterne OHI bescheinigt ein überdurchschnittliches Ergebnis in meinem Verantwortungsbereich. Aber das reicht wohl nicht.

Nach einer ersten Schockstarre kamen dann die Fragen: Wie verhalte ich mich professionell? Was sind meine Optionen? Und schließlich: Wer kann mich kompetent beraten und ggf. auch vertreten? Wer beherrscht eine solche (für mich) Ausnahmesituation im Standard-Repertoire?

Nicht zuletzt aufgrund meiner Funktion als langjähriger „Sprecherausschuss der Leitenden“ war ich bereits seit vielen Jahren Mitglied im DFK. Als Partner hatte uns vor einiger Zeit im Rahmen eines Betriebsübergangs ein Anwalt des DFK kompetent und umfassend beraten und bereits damals einen Großteil der Sorgen der kompletten Belegschaft der Leitenden Angestellten zerstreuen und alle Fragen beantworten können. Also warum sollte der DFK nicht auch mir individuell helfen können?

Bereits das erste Telefonat verlief sehr erfreulich: Mir wurde sofort Frau Rechts­anwältin Stritzel als feste Ansprechpartnerin vermittelt, die auch kurzfristig Zeit für mein Anliegen hatte. Meine – doch nicht ganz unerhebliche – Panik wurde schnell zurückgefahren, und mögliche Optionen bis hin zu Referenzurteilen der Gerichte ­wurden umfassend erläutert. Dabei kam als Input von Rechtsanwältin Stritzel ein Vor­schlag, auf den ich selbst nicht wirklich ­gekommen wäre und auf den wir uns schließlich auch mit meinem Unternehmen final ­einigen konnten: Eine langjährige Freistellung, bis zur Pen­sion, mit der Möglichkeit ­einer gering­fügigen Nebenbeschäftigung, falls bei mir Langeweile aufkommen sollte.

Die Wochen (!) der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit und vielen ausgiebigen Gespräche, vom ersten telefonischen Kontakt bis zur letztendlichen „Freigabe“ der Aufhebungsvereinbarung, kann ich kurz zusammenfassen: Ich habe mich stets sehr kompetent beraten gefühlt, die vom DFK ausgehende Ruhe, Besonnenheit und Zuversicht hat mir in dieser schwierigen Zeit sehr gut­getan, und mit Input und dem Ergebnis bin ich schließlich – im Rahmen der unerfreulichen Gesamtsituation – sehr zufrieden. Und dies alles auch noch kostenfrei, als Mitglied im DFK. Von daher: Herzlichen Dank!“


Bildquelle: © DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK

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