Niederrhein blau und weiß

Exkursion der Regionalgruppe Niederrhein zur Veltins-Arena in Gelsenkirchen

Blick auf die Fankurve

Teilnehmer der Exkursion

Von Eric Klaile

Am 17. Mai 2014 trafen sich 56 Verbandsmitglieder, Angehörige und Gäste der Regionalgruppe Niederrhein zu einer Besichtigung der Veltins-Arena, der imposanten Heimstätte des Fußballclubs Schalke 04 in Gelsenkirchen.

Nach der Aufteilung auf 3 Gruppen wurde den Besuchern viel Wissenswertes über Bau und Betrieb der Arena vermittelt. Vor 13 Jahren eröffnet und bisher zu fast jedem Spiel ausverkauft, präsentiert sich die „gute Stube“ der königsblauen Fußballanhänger nach wie vor in tadellosem Zustand, ohne Graffiti- oder Vandalismus-Schäden.

Der Rundgang eröffnete zunächst von den Zugangsbereichen unter den Zuschauerrängen weite Blicke in das Gelsenkirchener Umland.
Die im Zugangsbereich unterhalb der Tribüne befindlichen 32 Verkaufsstellen für Getränke und traditionelle Grundnahrungsmittel wie Pommes und Currywurst werden durch eine 5 km lange Ringleitung zentral mit dem lebensnotwenigen Stimmungselixier einer hier aus Neutralitätsgründen nicht genannten, namhaften Brauerei versorgt. Das zentrale Tanklager hat eine Kapazität von 52.000 Litern Bier, welche für die meistens ausverkauften Fußballspiele mit knapp 62.000 Besuchern auf 52.000 Sitzplätzen auf den Rängen und in 72 Logen ausreichend bemessen ist. Für besondere Veranstaltungen mit an die 80.000 Besuchern allerdings kann und musste der Vorrat in der Vergangenheit auch schon durch bereitgestellte Tankwagen auf über 60.000 Liter aufgestockt werden.

In den Katakomben der Arena erhielten wir dann Einblicke in viele Bereiche, welche den Besuchern eines Fußballspiels oder einer anderen Veranstaltung verschlossen bleiben. Neben der Kapelle, welche wegen einer dort stattfindenden Taufzeremonie nicht zu betreten war, überraschte die Besucher neben verschiedenen Behandlungsund Fitnessräumen die nüchterne, aber auch heimelige Atmosphäre des Umkleideund Sammlungsraums der heimischen Fußballkünstler.

Zuletzt erreichten wir über den „Löwengang“, durch welchen sonst die Spieler auf das Spielfeld gelangen, das eigentliche Zentrum der Arena.

Eine eigentümliche Stille umgab uns, völlig ungewohnt nach der Geräuschkulisse in den Gängen vorher und vor allem im Vergleich zu dem  gewaltigen Getöse während eines Fußballspiels.
Im fahlen Licht unter dem gerade geschlossenen Dach dämmerte die sattgrüne Rasenfläche und wartete auf ihren Ausflug in die am heiter blau-weiß geschmückten Himmel kräftig scheinende Frühjahrssonne. An spielfreien Tagen kann die große Spielfläche aus der Arena herausgeschoben werden. Bestmögliche Wachstumsbedingungen sorgen so für eine besonders gute Rasenqualität. Im Vergleich zu anderen Spielstätten muss der Rasen nur selten erneuert werden. Der aufwändige, jeweils etwa 4 Stunden dauernde Transfer des kompletten Spielfelds erfolgt mittels einer hydraulischen Schubvorrichtung.

Weil die Rasenfläche vollständig aus dem Inneren der Arena entfernt werden kann, ist diese, von Wind und Wetter unabhängig, problemlos für Veranstaltungen unterschiedlichster Art nutzbar. Seit vielen Jahren finden zum Teil regelmäßig Konzerte fast aller Musikrichtungen, verschiedenste Sportwettbewerbe über Biathlon bis hin zum Eishockey und auch ganz andere Events, wie Stefan Raabs spektakuläres Kraftfahrzeug-Schlachtfest, statt. Mit einem Imbiss im Bistro AufSchalke fand der sehr interessante, knapp 2-stündige Rundgang durch dieses beeindruckende, nicht nur in der Region einzigartige Bauwerk einen würdigen Abschluss.

Bildquelle: Volker Samse

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