Reaktion auf Spitzengespräch - Frauenquote nicht verkürzt diskutieren

Der Berufsverband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE (DFK) begrüßt die Bemühungen von Politik und Unternehmen, den Anteil von Frauen in unternehmerischen Führungspositionen zu erhöhen. Zugleich warnt der Verband aber vor einer verkürzten Diskussion dieser Frage.

„Weibliche Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder fallen nicht vom Himmel, nur weil man sich auf Selbstverpflichtungen oder auch gesetzliche Quoten verständigt“, dämpft DFK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ulrich Goldschmidt nach dem Berliner Spitzengespräch ,Stufenplan Frauen in Führung’ möglicherweise zu hohe Erwartungen und erläutert weiter: „Wer mehr Frauen in den Vorständen oder Aufsichtsräten der Unternehmen haben will, muss vor allem dafür sorgen, dass im so genannten Mittelmanagement und bei den Leitenden Angestellten der Frauenanteil sukzessive erhöht wird. Für Aufgaben im Vorstand oder Aufsichtsrat muss man sich zuvor in unternehmerischer Verantwortung auf den darunter liegenden Führungsebenen eines Unternehmens qualifiziert und bewährt haben.“

Mit der gesammelten Erfahrung könne man dann auch die Aufgaben in Vorstand und Aufsichtsrat angehen. Dafür müssten die Unternehmen aber die geeigneten Rahmenbedingungen und auch das Klima schaffen, um qualifizierten Frauen den Weg in diese Führungsaufgaben zu eröffnen. „Die Unternehmen sind gut beraten, diesen Weg schnellstens zu beschreiten, denn der Kampf um die weiblichen Führungskräfte wird auf dem Arbeitsmarkt künftig schärfer werden. Die Frauen werden sich den Arbeitgeber aussuchen können, der ihnen die besten Bedingungen für eine berufliche Entwicklung bietet“, so Goldschmidt weiter.

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