Umfrage unter Bankern

Bankenkrise durch falsches Risikomanagement

Die internationale Bankenkrise hat auch Deutschland erfasst. Den Grund sehen Deutschlands Banker darin, dass bei einigen Banken das Risikomanagement unzureichend war. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Berufsverbandes "die Führungskräfte" unter deutschen Bank-Managern. Rund 71% der befragten Führungskräfte kritisieren, dass Risiken zu spät erkannt wurden und auch der Umgang mit diesen Risiken nicht professionell genug war.

In der Folge dieser Versäumnisse rechnet die Mehrheit der befragten Führungskräfte (53%) mit deutlichen Korrekturen am Bankenmarkt. Die Übernahme der Sachsen LB durch die Landesbank Baden-Württemberg bestätigt diese Meinung. Trotz der erwarteten Turbulen-zen glauben die Bankmanager aber nicht, dass es daraufhin zu einschneidenden Perso-nalmaßnahmen mit Entlassungen kommen wird. Mit einem deutlichen Personalabbau we-gen der Bankenkrise rechnen nur etwa 18% der Führungskräfte. 29% der Bankmanager glauben, dass sich die Hiobsbotschaften, die gegenwärtig verbreitet werden, nicht bewahrheiten und die Korrekturen sich in einem Normalmaß bewegen werden.

Überwiegend positiv bewerten die Führungskräfte in diesem Zusammenhang die Berichterstattung in den Medien. 65% meinen, dass die Fakten in der Presse korrekt mit passender Pointierung aufbereitet worden sind. In der Minderheit sind hier diejenigen, die eine übertriebene Berichterstattung in den Medien oder eine zu große Zurückhaltung gesehen haben (jeweils 16%).

Der Berufsverband "die Führungskräfte" vertritt und fördert die beruflichen Interessen seiner rund 17.000 Mitglieder in allen beruflichen und versorgungsrechtlichen Angelegenheiten, insbesondere bei arbeits-, steuer-, straf- und sozialrechtlichen Fragen sowie im wirtschafts- und sozialpolitischen Bereich. Über seine Regional- und Fachgruppen bietet er ein Netz-werk für Führungskräfte in ganz Deutschland.

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