Gelingt die Evolution in der Arbeitswelt?

Jede Generation hat ihre eigenen Werte, Vorstellungen und Ansprüche, auch in der Arbeitswelt. Im Mikrokosmos „Unternehmen“ muss sich ein Wandel der Arbeitsstrukturen vollziehen, um die unterschiedlichen Erwartungen der Baby-Boomer-Generation (Geburtsjahrgänge ca. 1950 – 1964) und der Generationen X (Geburtsjahrgänge ca. 1965 – 1979) und Y (Geburtsjahrgänge ca. 1980 – 1999) erfolgreich bewältigen zu können.

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Das brandaktuelle Thema hat an einem milden Dienstagabend am 29. Oktober 2013: viele interessierte Mitglieder in die Kameha Suite in Frankfurt gelockt. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch DFK-Rechtsanwältin Sabine Felde wurde das Wort an den Referenten übergeben und es begann der offizielle Teil des Abends. Der Referent, Ulrich Wüseke, stellv. Vorstandssprecher CFO der Gauselmann AG, steht seit knapp 30 Jahren im Berufsleben. Nach abgeschlossenem Studium und erfolgter Traineelaufbahn kam Wüseke erstmals in eine Führungsposition in einem internationalen Konzern. Seit 15 Jahren ist er Finanzvorstand eines Familienunternehmens. Neben seiner Mitgliedschaft in Verbänden und Ausschüssen gilt Wüsekes besonderes Interesse als international zertifizierter Mediator dem Mehrgenerationenkonflikt in Familienunternehmen.

In einem einstündigen Vortrag hat er den Teilnehmern in einer sehr lebendigen Art und Weise eine erfahrungsbasierte Analyse der sich ändernden Erwartungen und Verhaltensweisen der Arbeitnehmerschaft geboten, gepaart mit Denkanstößen und praktischen Tipps zu erforderlichen Veränderungen.

Zu Beginn der Vortragsveranstaltung führte der Referent provokant die Unterschiede zwischen den Generationen Baby-Boomer und Y auf. Anschließend folgten Ansätze und Vorschläge für die praktische Umsetzung der sich ändernden Vorstellungen und Ansprüche der jüngeren Generationen. Am Rande wurden auch die unterschiedliche Organisation und die Arbeit als Führungskraft in einem Konzern derjenigen in einem Familienunternehmen gegenübergestellt und erläutert.

Folgende Ansätze im Unternehmen sind seiner Ansicht nach erforderlich, um qualifizierte junge Mitarbeiter in der heutigen Zeit weiterhin halten zu können:

  • Auszeit zur Auffrischung ermöglichen, denn die Jüngeren müssen aufgrund der demografischen Entwicklung länger arbeiten
  • Flexible Arbeitszeit oder Home-Office-Zeit anbieten
  • Infrastruktur schaffen für Nachwuchsbetreuung
  • Hilfestellung bieten bei der Gestaltung des Lebensmittelpunktes.

Wichtig aus seiner Sicht ist vor allem folgender Aspekt: „Nicht jeder gute Mitarbeiter ist auch eine gute Führungskraft!“ Gehaltsentwicklung sollte sich nicht parallel zum Status entwickeln! Die finanzielle Ausstattung sollte sich nämlich nicht unbedingt an Personalverantwortung ausrichten.

Während des Vortrages und im Anschluss an diesen fand ein sehr reger Austausch zwischen den Mitgliedern zu dem immer wichtiger werdenden Thema „Generation Management“ statt. Eines ist klar geworden: Es hat bereits ein Wandel stattgefunden, Unternehmen müssen sich auf die neuen Generationen einstellen und entsprechend reagieren. Die Veränderung muss zudem – und das ist ein ganz wichtiger Aspekt – von oben kommen.

Eine Teilnehmerin sagte: „Es war wie immer eine sehr gelungene Veranstaltung. Beim Austausch mit den anderen Teilnehmern konnte ich für eine persönliche Angelegenheit sogar Input bekommen!“

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