Sicherung des Wohlstands in Deutschland: Frauen in die Chefetagen!

US-Botschafter John B. Emerson bei der Hauptveranstaltung 2014 des DIHK

By U.S. Department of State [Public domain], via Wikimedia Commons

Bei der Hauptveranstaltung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, DIHK, zum diesjährigen Schwerpunktthema „Deutschland im Wettbewerb. Gutes sichern. Neues wagen“ konnte DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer am 4. Juni als Hauptredner die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Professor Dr. Johanna Wanka, sowie den US-Botschafter in Berlin, S.E. John B. Emerson begrüßen.

Als Gemeinsamkeit bei den Erfolgen der deutschen und US-amerikanischen Wirtschaft hob Botschafter Emerson die Kombination von Wettbewerbsorientierung und dem Willen zur Zusammenarbeit hervor, die sich als Selbstverständlichkeit im Tagesgeschäft etabliert hätten. Insofern sei er prinzipiell zuversichtlich hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit dieser beiden großen Volkswirtschaften, da sich hier die Gleichung competition + collaboration = innovation als Rezept für die Innovationsfähigkeit und damit der ökonomischen Weiterentwicklung belegen lasse. Hinsichtlich der legendären Erfolge von Silicon Valley als Treiber von Innovation hob er hervor, dass die Option des Misserfolges ein wichtiges Element des Modells gewesen sei. Er stellte zudem klar, dass diese aus einer einzigartigen Kombination von Standortfaktoren, sozialen und politischen Rahmenbedingungen hervorgegangen seien, welche nicht einfach fortgeschrieben oder kopiert werden könnten. In diesem Kontext gratulierte er Bundesministerin Wanka zum Bildungssystem in Deutschland, von welchem die USA noch lernen könnten („in education, the US has a lot to learn from Germany“).

Hinsichtlich der laufenden Verhandlungen mit der EU zu einem Freihandelsabkommen, TTIP, gab er sich zuversichtlich, damit eine Ära des Wohlstandes auf beiden Seiten des Atlantiks – fifty years of shared prosperity by TTIP - einläuten zu können, die dem Erfolg des Nordatlantikpakts – fifty years of shared security by NATO – vergleichbar sei. Als weiteren Aspekt der Zukunftsfähigkeit nannte der Botschafter die Rolle von Frauen in der Wirtschaft. Er teile die Ergebnisse der Studie eines US-Thinktanks, dass im 21. Jahrhundert erfolgreiche Führung - leadership - vor allem durch persönliche Eigenschaften wie Kooperation, Koordination und Teilen von Information gekennzeichnet sei. Da diese Merkmale generell bei Frauen besonders gut ausgeprägt seien, ergebe sich die Notwendigkeit, diese Fähigkeiten auch in den Führungsetagen der Unternehmen bestmöglich zu nutzen. Er nehme in Deutschland wie in den USA ermutigende Tendenzen bei der Umsetzung dieser These wahr, wodurch seine Zuversicht hinsichtlich der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit dieser beiden Volkswirtschaften nur unterstrichen werde.

Thomas H. A. Schneider

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