Der Harz: Wasser/Kunst/Wasserkunst

Eine Kultur- und Wanderreise vom 3. bis zum 7. Juni 2013

Gut gelaunte Reisegruppe auf dem Brocken

Das Thema „Wasser“ hatte eine unerwünschte Aktualität gewonnen, denn Flussanrainer in Süd- und Ostdeutschland kämpften gegen Hochwasser. Doch wir sahen endlich einmal wieder blauen Himmel, als wir den acht Kilometer langen Rennsteigtunnel in Richtung Norden verließen.

So bot sich uns Arnstadt im Sonnenschein dar. Ein heutiger Nachfolger von Johann Sebastian Bach, der dort im 1704 als Achtzehnjähriger seine erste Organistenstelle angetreten hatte, machte uns mit der Geschichte und den beiden Orgeln der Bachkirche bekannt.

Quartier nahmen wir in Wernigerode. Ziel unseres zweiten Tages war die Gegend um St. Andreasberg mit dem „Oberharzer Wasserregal“. Wir machten einen Spaziergang vom Oderteich zum Rehberger Grabenhaus und besichtigten die Grube Samson mit einem großen Kehrrad und einem noch größeren Kunstrad von 12 Metern Durchmesser, das die Fahrtechnik mit Energie versorgte.

Die Bode, deren schönsten Abschnitt wir am 5. Juni durchwanderten, führte sehr viel Wasser und erlaubte uns einen spektakulären Blick auf den Bodekessel bei Thale. Von dort fuhren wir mit dem Bus auf der „Straße der Romanik“ zur Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode, der ältesten erhaltenen Kirche im Harz. Sie beeindruckte durch ihre Ausgewogenheit.

Dann erreichten wir Quedlinburg, vor mehr als 1000 Jahren Heimat des ersten deutschen Königs Heinrichs I. Das entzückend restaurierte Ensemble der Stadt wird durch die Stiftskirche St. Servatii auf dem Schlossberg gekrönt. Eine junge Kunsthistorikerin führte uns durch die Krypta und erklärte uns die Kostbarkeiten des Domschatzes. Seine Geschichte als Kriegsbeute ist sicher vielen bekannt.

Höhepunkt unserer Harzreise war jedoch die Dampfzugfahrt auf den Brocken (1.142 m). Vier Tonnen Kohle müssen für die Tour verfeuert werden. Oben genossen wir 35 Mitreisende den Sonnenschein und die selten gute Fernsicht, bevor die Wanderer über den Heinrich-Heine-Weg abstiegen. Der Fluss Ilse begleitete uns. Wir ließen den Tag mit einem Besuch des Klosters Drübeck, seiner romanischen Kirche St. Vitus und seiner friedvollen Gartenanlage ausklingen.

Zum Abschluss des Aufenthaltes genossen alle zusammen die Zeit auf dem Kyffhäuser.

Alles ist zur Nachahmung empfohlen!

 

Bildquellen: © DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK

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