Längere Arbeitszeiten bei Führungskräften

In Krisenzeiten sind Führungskräfte besonders gefordert. Deshalb ist es wenig überraschend, dass die Arbeitszeit der Manager noch einmal angestiegen ist und jetzt bei durchschnittlich 54 Wochenstunden liegt.

Dies hat der Berufsverband "die Führungskräfte" (DFK) in seiner aktuellen Studie ermittelt. 25% der Manager arbeiten laut DFK sogar mehr als 56 Stunden in der Woche. Damit haben sich die Arbeitszeiten der Führungskräfte noch einmal deutlich von tariflichen Arbeitszeiten entfernt. Laut DFK-Geschäftsführer Dr. Ulrich Goldschmidt kommen hier zwei Effekte zusammen: "Zum einen sind Führungskräfte heute zusätzlich zu ihrer eigentlichen Aufgabe als Krisenmanager gefordert. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Unternehmen Führungspositionen abgebaut haben, um Personalkosten einzusparen. Das muss jetzt von den verbliebenen Führungskräften aufgefangen werden." Die Unternehmen fordert Goldschmidt auf, bei ihrem Führungspersonal die Grenzen der Zumutbarkeit zu beachten: "Auch Führungskräfte sind nicht grenzenlos belastbar."

Auch die Arbeitszeit von Vorständen und Geschäftsführern ist ausweislich der DFK-Studie mit durchschnittlich 57 Wochenstunden gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 2 Wochenstunden gestiegen. Auch hier wirken sich die wirtschaftlichen Krisenzeiten offenkundig aus. Bei 25% der befragten Vorstände und Geschäftsführer ist die Arbeitszeit sogar auf 60 Wochenstunden und mehr gestiegen.

Der Berufsverband "die Führungskräfte" vertritt und fördert die beruflichen Interessen seiner rund 20.000 Mitglieder in allen beruflichen und versorgungsrechtlichen Angelegenheiten, insbesondere bei arbeits-, steuer-, straf- und sozialrechtlichen Fragen sowie im wirtschafts- und sozialpolitischen Bereich. Über seine Regional- und Fachgruppen bietet er ein Netzwerk für Führungskräfte in ganz Deutschland.

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