Berufsunfähigkeit: Die eigene Existenz rechtzeitig absichern

Schon Studierende sollten in ihre Zukunft investieren

Erstmalige Empfänger von Renten der gesetzlichen Rentenversicherung

Bereits in der letzten Ausgabe der Vereinszeitschrift Perspektiven sind wir mit unserem Artikel „Berufsunfähigkeit – ein unterschätztes Risiko“ ausführlich auf die Problematik der Absicherung der Arbeitskraft eingegangen. Alle grundsätzlich wichtigen gesetzlichen Regelungen wurden erläutert, so dass wir diese hier heute nicht noch einmal wiederholen möchten. Vielmehr wollen wir uns in dieser Ausgabe mit einer ganz besonderen Personengruppe und deren speziellem Risiko bei Berufsunfähigkeit beschäftigen: den Studierenden.


Ist eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit für Studierende sinnvoll?

Diese Frage ist mit einem ganz klaren „Ja“ zu beantworten. Studierende treffen die Folgen einer möglichen Berufsunfähigkeit besonders hart, denn sie haben i. d. R . keinen Anspruch auf eine (ohnehin viel zu geringe) Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Hierfür müssen mindestens fünf Jahre Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung gegeben sein und in den letzten drei Jahren Pflichtbeiträge geleistet werden. Schlimmstenfalls sind sie ihr Leben lang auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen.

Studierende im Alter von Anfang oder Mitte 20 werden es nicht wahrhaben wollen: Aber das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist keinesfalls so fern, wie mancher Studierende glaubt, der keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will. Denn gerade weil auch die meisten Studierenden im Umfeld kerngesund sind, wird das Risiko unterschätzt, dass man selbst krank wird und eine Berufsunfähigkeitsversicherung benötigt. Dabei besteht auch in „jungen Jahren“ – nicht zuletzt durch den Leistungsdruck in der Berufsausbildung – das Risiko, dass Sie als Studierende eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauchen, weil Sie z. B. an einer psychischen Erkrankung leiden oder sich beim Sport so schwer verletzen, dass eine Berufsunfähigkeit festgestellt werden muss.

Deshalb sollten Studentinnen und Studenten rechtzeitig eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Studierende abschließen, um im Ernstfall finanziell versorgt zu sein. Das Problem dabei ist: Wenn man beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung noch studiert, besteht noch keine Klarheit darüber, welchen Beruf man später ausüben wird. Eine Berufsunfähigkeit im eigentlichen Sinne kann im Studium also noch gar nicht eintreten. Hier bieten die neuen Versicherungsbedingungen der „Bayerischen“ mit ihrer Studierendenklausel jetzt weitreichenden Versicherungsschutz.

Studierende, die an einer staatlich anerkannten Universität, einer Fachhochschule oder Berufsakademie innerhalb der Europäischen Union immatrikuliert sind und die mindestens die Hälfte der Regelstudienzeit nach Studienordnung absolviert sowie die Regelstudienzeit um nicht mehr als fünf Semester überschritten haben, können Berufsunfähigkeitsschutz erhalten. Eine Berufsunfähigkeit liegt dann für Studierende vor, wenn sie ausschließlich infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen außerstande sind, ihr Studium fortzusetzen und sie auch kein anderes Studium absolvieren oder eine ihrem Studium entsprechende berufliche Tätigkeit ausüben. Als eine ihrem Studium entsprechende berufliche Tätigkeit wird dabei nur eine solche Tätigkeit angesehen, die keine deutlich geringeren Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert und in ihrer Vergütung wie in ihrer Wertschätzung nicht spürbar unter das Niveau absinkt, das regelmäßig mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der versicherten Person erreicht wird.

Bei der Einstufung des Risikos wird bereits das Berufsbild nach Ende des Studiums berücksichtigt. Berufliche Veränderungen müssen ebenfalls nicht angezeigt werden. Umfangreiche Nachversicherungsgarantien zur Erhöhung der Versicherungssummen ohne erneute Gesundheitsprüfung sind selbstverständlich, einmalig sogar ohne die Erfüllung von bestimmten Voraussetzungen. Neben dem latenten Risiko der Berufsunfähigkeit spricht ein weiterer gewichtiger Grund dafür, bereits als Studierende eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen: die Gesundheitsprüfung. In aller Regel werden Sie vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auch als Studierende zu Vorerkrankungen, Arztbesuchen und Operationen sowie weiteren Beschwerden aus den letzten fünf bis zehn Jahren befragt. Und es liegt auf der Hand, dass Ihre Krankengeschichte als Studierende in der Regel deutlich weniger Macken aufweist,
die den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung erschweren oder verhindern könnten. Es ist schlicht wahrscheinlicher, dass Sie als Studierende kerngesund sind und eine günstige und gute Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert bekommt. Zusätzlich profitieren Sie von den sehr niedrigen Beiträgen, wenn sie früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, denn das Eintrittsalter ist enorm wichtig für die Bestimmung des Beitrags. Entscheidend ist auf jeden Fall eine fachkundige Beratung, die ein maßgeschneidertes Konzept ermöglicht – angepasst auf die persönlichen Lebensumstände und auf die finanzielle Leistungsfähigkeit.

Wie hoch sollte eine Absicherung durch eine BU ausfallen? Das hängt vom individuellen Bedarf ab, den jeder persönlich errechnen lassen sollte. All diese Fragen lassen sich gemäß der individuellen Ansprüche klären – eine umfassende und transparente Beratung sollte dabei am Anfang stehen.

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