Viel zu wichtig zum Nichtstun

Erfahrene Experten gesucht.

Quelle: MASTERhora by Silberrücken GmbH

Ein neues Netzwerk bringt Unternehmen und erfahrene Experten zusammen: Wer sagt denn, dass man im Ruhestand nicht mehr beruflich aktiv sein darf? Immer mehr erfahrene Fach- und Führungskräfte finden: Mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss! Ein Glück, sagen Unternehmen, die zunehmend unter dem demografischen Wandel leiden.

Als Heiner Brinkmann letztes Jahr in Rente ging, schien alles perfekt: Endlich würde er seiner Leidenschaft für fremde Kulturen nachgehen und ausgiebige Reisen machen können. Nach über 45 Jahren als Entwicklungsingenieur, zunächst in einem Ingenieurbüro, später verantwortlich für das Osteuropageschäft eines mittelständischen Maschinenbauers, freute er sich auf den „dritten Lebensabschnitt“. Zuvor hatte er seine Aufgaben sorgfältig aufbereitet und an sein Team bzw. den jungen Nachfolger übergeben. Dass der in den Gesprächen immer stiller wurde und nur sehr zögerlich den „Lead“ bei seinen Großkunden übernahm, fiel ihm gar nicht auf.

Es dauerte genau zwei Monate, dass Brinkmann anfing, ruhelos durch die Wohnung zu tigern. Die Reise durch Asien war schön gewesen und der Mandarin-Sprachkurs machte auch Spaß. Aber es fehlte der konkrete Bezug zum Alltag, er vermisste die Gespräche mit den Kollegen, das Mitfiebern bei großen Aufträgen, das beinah nebensächliche Lernen in seinem Fachgebiet, die Zugehörigkeit zur Gruppe.

Auf der anderen Seite entwickelte sich bei seinem alten Arbeitgeber vieles anders als gedacht: Zwei Großprojekte, die lange in der Pipeline waren, wurden zeitgleich in Auftrag gegeben, eine Anlage in Prag musste nachgebessert werden. Dazu erforderte eine neue europäische Richtlinie besonderen administrativen Aufwand, und eine gute Kollegin fiel aus, weil sie ihre Eltern pflegen musste. Kurz: Obwohl sein Nachfolger und das Team rund um die Uhr arbeiteten, konnte das Volumen nicht aufgefangen werden. Zwei Ingenieursstellen, die schnell ausgeschrieben wurden, blieben trotz mehrfacher Anzeigen offen. 

Demographischer Wandel mit Folgen

Kein Einzelfall. Jedes Jahr gehen in Deutschland rund 700.000 Menschen in Rente (Statistisches Bundesamt, 2011). Gleichzeitig „schrumpft“ Deutschland aufgrund rückläufiger Geburtenquoten und einer negativen Einwanderungsbilanz. Besonders gravierende Folgen hat diese Entwicklung in den sogenannten MINT-Berufen, d.h. in jenen Bereichen, die durch Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik geprägt sind. Aktuell fehlen den deutschen Unternehmen rund 123.000 MINT-Arbeitskräfte, davon jeweils die Hälfte mit akademischem und mit beruflichem Abschluss.

Gleichzeitig – und das ist die gute Nachricht – werden wir älter und bleiben dabei länger geistig und körperlich fit. Laut der „Generali Altersstudie 2013“ sagen rund 2/3 aller Bürger über 65, dass sie sich subjektiv um 10 Jahre jünger fühlen, als ihr Pass aussagt. Und fast jeder Zweite der 55-Jährigen gibt an, dass er bzw. sie gerne auch im Ruhestand projektweise weiter arbeiten möchte. Und deren Erfahrung ist gefragt.

„Ältere Mitarbeiter zeichnet ihre Ruhe und ihre Erfahrung aus, mit der sie etwa in Krisenzeiten das ganze Team stabilisieren“, weiß Max Schaber, CEO und Gründer des IT-Dienstleisters Datagroup AG. Er war einer der Ersten, der sich auf MASTERhora anmeldete. Die soziale Plattform tritt an mit dem Anspruch, Wissen zu erhalten, es zu erweitern und weiter zugänglich zu halten. Fach- und Führungskräfte können auf MASTERhora ihr Profil hinterlegen und angeben, in welchem Umfang und zu welchen Konditionen sie an Projekten interessiert sind.

Unternehmen haben über MASTERhora die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter, die demnächst in Rente gehen oder bereits im Ruhestand sind, in geschlossene Gruppen einzuladen, mit ihnen zu diskutieren, ihnen weiter unternehmensinterne Informationen zu geben und so den Kontakt zu halten. Außerdem können sie vakante Positionen, die sie auf Zeit besetzt wollen, schnell und unkompliziert veröffentlichen.

 Damit ist MASTERhora auch für kleine und mittelgroße Unternehmen eine attraktive Lösung, da ihnen das Netzwerk hilft, kurzfristige Bedarfe zu decken und sich zugleich bei geringen Kosten als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Auch Heiner Brinkmann hat sich auf MASTERhora registriert.

In seinem ersten Engagement unterstützte er ein mittelständisches Wartungsunternehmen, seine Dienstleistungen europaweit zu positionieren. Aufgrund der guten Erfahrungen ermutigte er anschließend seinen alten Arbeitgeber, sich ebenfalls anzumelden, und ist seitdem wieder im regen Kontakt und Austausch mit seinen ehemaligen Kollegen und anderen Experten. Auf diese Weise wieder auf dem neuesten Wissenstand, war es ein Leichtes, auch die schwierige Situation in Prag mit Hilfe der guten, alten Beziehungen wieder zu stabilisieren.

Und für die Expansionsbestrebungen des Junior-Chefs in Richtung Asien sind seine neuen Mandarin-Kenntnisse ganz sicher nicht von Nachteil.

Kontakt: m.kopmann(at)masterhora.de

Web: www.masterhora.de

Angebot nur für DFK Mitglieder

Mitglieder des DFK haben die Möglichkeit, die neue Plattform bis Ende 2013 kostenlos zu nutzen. Ab dem 1. Januar 2014 erhalten sie einen vergünstigten Zugang zum Angebot von MASTERhora.

Statt eines monatlichen Betrages von EUR 12,00 zahlen DFK-Mitglieder nur EUR 7,50 für die Nutzung.

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