Zum 1. Mai: Führungskräfte loben die Mitbestimmung

 

Essen, 29. April 2013 - Deutschlands Führungskräfte sehen die Mitbestimmung positiv und wollen sie auch in Europa sichern. Das betont Bernhard von Rothkirch, Vorsitzender des Berufsverbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE-DFK in einem Statement des Verbandes zum 1. Mai:

"Die Mitbestimmung ist Ausdruck des partnerschaftlichen Umgangs in den Unternehmen und Betrieben. Dafür stehen die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten, die Betriebsräte und die Sprecherausschüsse der Leitenden Angestellten. Die Praxis der  Mitbestimmung räumt mit dem Vorurteil auf, Arbeitnehmer und Arbeitgeber würden in einem gegnerschaftlichen Verhältnis zueinander stehen.

Partnerschaft und Partizipation bilden seit jeher die Basis der deutschen Mitbestimmungskultur. Führungskräfte, die vor Ort in den Betrieben mit der Mitbestimmung umgehen, wissen dies zu schätzen und nutzen die Mitbestimmung im Sinne eines richtig verstandenen Co-Managements. Viele Umstrukturierungen verlaufen in deutschen Betrieben auch deshalb so reibungslos, weil die Arbeitnehmervertreter rechtzeitig eingebunden werden. Ist das gegeben, sind Arbeitnehmervertreter auch bereit, Verantwortung für Bestand und Entwicklung ihrer Unternehmen zu übernehmen, wohl wissend, dass ein prosperierendes Unternehmen Arbeitsplätze nicht nur sichern, sondern auch schaffen kann.

Auch ausländische Investoren erkennen inzwischen, dass die deutsche Mitbestimmung ein Wettbewerbs- und Standortvorteil ist. Deutschlands Führungskräfte lehnen es deshalb ab, die Mitbestimmungsstandards auf ein einheitliches aber niedrigeres europäisches Niveau zu harmonisieren. Wir rufen stattdessen Politik, Wirtschaft und Arbeitnehmervereinigungen auf, vielmehr die deutsche Mitbestimmungskultur nach Europa zu exportieren. Für die internationale Geschäftstätigkeit deutscher Unternehmen wäre es hilfreich, die Vorteile der deutschen Mitbestimmung auch an ausländischen Standorten nutzen zu können."

Über DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

Der DFK ist die branchenübergreifende Stimme der Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Er vertritt in seinem Netzwerk bundesweit rund 25.000 Führungskräfte des mittleren und höheren Managements auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Kernthemen sind dabei Arbeitsrecht und Arbeitsmarktpolitik, Sozialrecht und Sozialpolitik, Steuer- und Bildungspolitik. Die Mitglieder des Berufsverbandes erhalten eine umfassende Unterstützung auf ihrem Karriereweg z.B. in Form von juristischer Beratung und Vertretung, vielfältigen Weiterbildungsangeboten und aktuellen Informationen aus dem Berufsleben. Zudem bietet der DFK über seine Regional- und Fachgruppen ein gut gepflegtes und weit verzweigtes Kontaktnetzwerk. Dazu laden eigene Strukturen, wie beispielsweise für den Führungsnachwuchs (Young Leaders), für Geschäftsführer oder ein eigenes Frauennetzwerk, zum Networking ein. Der Berufsverband ist in 20 Regionalgruppen gegliedert und hat seine Hauptgeschäftsstelle in Essen. Weitere Geschäftsstellen sind in Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. In Berlin ist der Berufsverband mit einer Hauptstadt-Repräsentanz vertreten.

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