Mitgliederversammlung bei den Stadtwerken Leipzig

Die Begrüßungsworte fand Gastgeber Thomas Prauße, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Leipzig GmbH. (Quelle: Stadtwerke Leipzig)

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Regionalgruppe Sachsen-Thüringen fand auf Einladung des Vorsitzenden der Geschäftsführung Thomas Prauße bei der Stadtwerke Leipzig GmbH statt und begann mit einer beeindruckenden Besichtigung der Gas- und Dampfturbinenanlage im Herzen der Stadt. Nach einem kurzen Theorieteil begann dann der spannende Teil der Führung durch das Kraftwerk im laufenden Betrieb. Das Heizkraftwerk Leipzig versorgt seit Anfang 1996 die Stadt Leipzig mit umweltfreundlich erzeugtem Strom und Fernwärme. Mit einer elektrischen Leistung von 174 MW sowie einer thermischen Leistung von 200 MW im Dauerbetrieb ist es das größte Kraftwerk im Erzeugungsportfolio der Stadtwerke Leipzig. Durch das Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung wird ein Brennstoffnutzungsgrad von über 87 % erzielt. Im Rahmen der Besichtigung lernten die Teilnehmer aber nicht nur die technischen Daten, sondern auch zahlreiche Hintergründe und sehr interessante Fakten zur Entwicklung der Strom- und Wärmeversorgung in und um Leipzig kennen.

Die nachfolgende Mitgliederversammlung der RG fand anschließend in den Räumen statt, in denen sonst der Aufsichtsrat des Unternehmens tagt. Thomas Prauße begrüßte als Hausherr die Teilnehmer höchstpersönlich und fand überaus treffende Worte zur derzeitigen Situation der Stadtwerke und dem energiepolitischen Umfeld. Es folgte der Bericht durch den Verbandsgeschäftsführer Sebastian Müller, insbesondere stellte er die Ergebnisse des Workshops zur Aktivierung Regionalgruppen-Arbeit in der Region im August dar. Folgende Schwerpunkte wurden herausgearbeitet: Es sollen mehr Fachthemen von der Regionalgruppe besetzt werden, die Führungskräfte bei der täglichen Arbeit unterstützen, es soll mehr Austausch unter den Mitgliedern geben und das Netzwerk gestärkt werden durch regelmäßigere Veranstaltungsformate wie Stammtische sowie Angebote für spezielle Zielgruppen.

Bei der anschließenden Wahl des neuen Regionalgruppenvorstandes sind folgende Mitglieder einstimmig gewählt worden: Peter Hering (Vorsitzender), Christoph Wassermann und Dr. Hans-Jochen Ueberschär (Aktive Westsachsen), Dirk Böning (Aktive Thüringen), Günther Wossog (Stadtgruppe Dresden/Görlitz), Jürgen Goldnau (Stadtgruppe Chemnitz/Zwickau), Wolfgang Landgraf (Pensionäre Sachsen), Lothar Thiel (Pensionäre Thüringen), Werner Döbritz (Thema Führung), Michael Belger (Young Leaders). Alle Anwesenden gratulierten dem neu gewählten Vorstand herzlich und wünschten fürdie anstehenden Aufgaben eine gute Hand.

 

Die Besichtigung der Gas- und Dampfturbinenanlage vor der Mitgliederversammlung in Sachsen-Thüringen.

Den Kern des Abends bildete der Vortrag von Stefan Müller, Namensgeber und Inhaber unseres langjährigen Kooperationspartners stefan müller personalperspektiven. Er ist der Überzeugung, dass ganzheitliches und nachhaltiges Demografie-Management eine Aufgabe aller Führungskräfte ist. Er entwickelte vier Säulen einer anziehenden Arbeitsumgebung für unterschiedliche Generationen und Lebensphasen und zeigte anhand von Beispielen aus der betrieblichen Praxis, wie sich Leistung und Wohlbefinden ergänzen können: „Das demografiefeste Unternehmen – eine Führungsaufgabe“ – und es ist wohl eines der drängendsten Themen der nächsten Jahrzehnte. Demografie ist zum Modewort geworden – die Zahl der Stellungnahmen und Reden zu diesem Thema hat inflationär zugenommen. Dabei fehlt es nicht an Appellen an die jeweils anderen, vor allem seitens der Politik und der Wirtschaft. Der wirtschaftliche Aufschwung, die annähernde Vollbeschäftigung im Südwesten und Süden Deutschlands und die wachsenden Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung zeigen aber, dass zum Warten auf andere keine Zeit mehr bleibt. Das Thema Demografie ist bei der einzelnen Führungskraft und ihrem Verantwortungsbereich angekommen: Wie gewinne ich neue Mitarbeiter? Wie halte ich Leistungsträger? Was bedeutet Qualifizierung wirklich? Wie bleiben Mitarbeiter arbeitsfähig? Die Attraktivität eines Arbeitgebers wird vom Mitarbeiter aus der Perspektive der eigenen Arbeitsumgebung beurteilt. Und dessen Botschaft – „komm zu uns“ oder „lass die Finger davon“ – dringt heute ganz schnell außen. In vielen Unternehmen werden Aktivitäten entfaltet, um akuten Problemen zu begegnen. Die Ausführungen von Stefan Müller fanden großen Anklang, die Erkenntnisse wurden bei einem gemeinsamen Imbiss im Anschluss in gemütlichem Rahmen vertieft.

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