Haftung und Verantwortung von Führungskräften

Die Regionalgruppe Berlin-Brandenburg nahm sich am 09.09.2010 dem wohl wichtigsten und doch schwierigsten Thema an, dem sich eine Führungskraft stellen muss – die Frage nach seiner Verantwortung im Unternehmen.

Die Regionalgruppe traf sich in den Räumen des Heizkraftwerkes Mitte in Berlin.

Auch dem sorgfältigsten Arbeitnehmer unterlaufen gelegentlich Fehler. Für Führungskräfte ist diese Gefahr besonders groß, da neben den eigentlichen Leistungspflichten oft umfangreiche Überwachungs- und Hinweispflichten wahrzunehmen sind. Gemeinsam mit Organvertretern unterliegen sie deshalb besonderen Haftungsrisiken, welche an diesem Abend eingehend beleuchtet wurden. Zudem werden auch Compliance-Fragen immer komplexer und Entscheidungen schwieriger zu fällen.

Regionalvorstandsvorsitzender Uwe Pezulat und Verbandsgeschäftsführer Sebastian Müller begrüßten die Teilnehmer und dankten insbesondere Michael Adam, Mitglied des Regionalgruppenvorstandes, der die Planung der Veranstaltung auf dem Gelände des Heizkraftwerkes Mitte in Berlin übernommen hatte. Referent des Abends war Dr. Ulrich Goldschmidt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes und  ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet. Er näherte sich diesem weiten Feld überaus praxisnah. In dem Fall, dass der Staatsanwalt vor der Tür steht, wird der Pförtner kurzzeitig zum wichtigsten Mitarbeiter des Unternehmens: Hat dieser konkrete Handlungsanweisungen – weiß er, was zu tun ist? Dabei ist insgesamt die Kernfrage: Ist die betriebliche Organisation ordnungsgemäß geregelt? Wer ist verantwortlich, wenn durch einen Betrieb Umweltschäden entstehen? Rechtsprechung und Gesetzgebung haben zudem im Laufe der Zeit die Haftung von Führungskräften stetig verschärft. Dr. Goldschmidt zeigte detailliert auf, worauf Führungskräfte achten müssen und wie Risiken durch Präventivmaßnahmen minimiert bzw. ausgeschlossen werden können.

Auch der äußere Rahmen des Abends stimmte: Anschließend an den Vortrag klang der Abend dann bei einem Imbiss aus. Die Diskussion und das Interesses an der Veranstaltung zeigten, dass dieses Thema auch in Zukunft den Verband weiter beschäftigen wird.

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