Besuch bei der Deutschen Flugsicherung (DFS)

Am 3. September 2013 fand eine Vortrags- und Besichtigungsveranstaltung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen statt. Innerhalb von nur wenigen Tagen war diese Veranstaltung komplett ausgebucht.

"Hummelflug" - Flugbewegungen über Europa

Arbeitsplatz im Center Langen

Nach der Begrüßung der teilnehmenden Mitglieder erläuterte Axel Raab, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Aufgaben der Flugsicherung und die Arbeit der Fluglotsen.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 6.000 Mitarbeitern. Sie besteht aus den Geschäftsbereichen Center, Tower, Aeronautical Aolutions und Aeronautical Information Management. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr rund drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot.

Während des sehr fesselnden Vortrags haben die Teilnehmer erfahren, dass es den unteren und den oberen Luftraum gibt, der jeweils von verschiedenen Zentralen der Flugsicherung stets kontrolliert wird. Die Flugräume über Deutschland sind zudem in verschieden große Bezirke unterteilt, die jeweils auch von verschiedenen  Fluglotsen kontrolliert werden. In einem animierten Film wurde gezeigt, dass ein Flugzeug bei seinem Flug von München nach Hamburg neun Sektoren durchfliegt und dabei von 20 Fluglotsen begleitet wird. Ein Fluglotse kontrolliert aus dem Tower des jeweiligen Flughafens den Start und die Landung des Flugzeugs. Und 18 Fluglotsen (Fluglotsen arbeiten immer zu zweit) kontrollieren den Flug durch die neun Sektoren. Außerdem wurden Begriffe wie Kontrollstreifenmarkierung, Instrumentenlandesystem (ILS), Flugspurenaufzeichnung und Kollisionswarnsystem vorgestellt und erläutert.

Im Anschluss an den Vortrag folgte die Besichtigung der Kontrollzentrale. Die Teilnehmer konnten einen Blick aus einem Besucherraum in den Betriebsraum der Kontrollzentrale werfen. Dabei erhielten die Teilnehmer eingehende Informationen über die umfangreiche Ausbildung und die spezielle Eignung eines angehenden Fluglotsen, über die Eignungsprüfung und den typischen Arbeitstag eines Fluglotsen (Mindestvoraussetzungen: Abitur, bestandene Eignungsprüfung).

Nach fast zwei Stunden begaben sich die Teilnehmer in einen Gastraum. Bei einem von der DFS kredenzten sehr köstlichen Büfett konnten die Teilnehmer den Abend in sehr angenehmer Stimmung ausklingen lassen. Bei dieser Gelegenheit konnten noch weitere Fragen an den Referenten, der selbst über 20 Jahre als Fluglotse gearbeitet hat, gestellt werden. Der Austausch zwischen den Teilnehmern kam dabei auch nicht zu kurz.

Bildquellen: Deutsche Flugsicherung – DFS

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