Pipelines schaffen langfristige Bindungen

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit Planung und Bau der Ostsee-Pipeline vom russischen Wyborg nach Lubmin bei Greifswald standen im Mittelpunkt eines Gastvortages auf der Jahreshauptversammlung der Regionalgruppe Westfalen am 19. Juni in Lünen.

Außenkontrolle der Pipeline in der Ostsee

Dr. Harald Stoppa, bei der Wahl zum Regionalvorstand auf der diesjährigen Hauptversammlung im Amt des Vorsitzenden bestätigt.

Mit Dr. Dirk von Ameln hatte Regionalvorsitzender Dr. Harald Stoppa den Direktor für Genehmigungsfragen des Pipeline-Betreibers Nordstream AG als Betreiber dieses Großprojektes als Gastreferenten gewinnen können. Mit launigen Worten schilderte er die Vorbehalte und Ängste aus dem Kreisder Anrainerstaaten, die erst einmal ausgeräumt werden mussten, bevor es an die Verwirklichung des bisher weltweit größten Offshore-Infrastruktur-Projektes gehen konnte. Besondere technische Anforderungen, so Dr. von Ameln, waren mit der Verlegung von zwei parallelen Offshore- Pipelines mit einer Transportkapazität von 55 Mrd. m³ pro Jahr verbunden, die auf einer Länge von 1.224 km auf dem Grund der Ostsee und einem Rohstoffeinsatz von über 2 Millionen Tonnen Stahl verlegt wurden.

Größe und Schwere der verwendeten Rohre erforderten dabei eine komplexe Logistik-Kette, um den Bau der Pipeline zu vervollständigen, mit der nun Gasvorkommen in Russland direkt mit dem Leitungsnetz der EU-Länder verbunden sind. Pipelines seien ohnehin, so Dr. von Ameln, anders als etwa ein Gastransport über Schiffsterminals, der jederzeit umgeleitet werden könnte, mit einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren eine dauerhafte Verbindung.

Im verbandsinternen Teil standen dieses Mal Wahlen zum Regionalvorstand an, die traditionell etwa zeitgleich in den Jahren mit Wahlen zu Betriebsräten und Sprecherausschüssen stattfinden. Unter der Leitung von Franz Kauschalek erfolgte die Wiederwahl von Dr. Harald Stoppa, der zuvor in seinem Bericht über den Beschluss des DFK-Vorstandsrates zur Fusion mit der Regionalgruppe Südwestfalen berichten konnte, aus deren Bereich Markus Burkat ebenso wie Manfred Henke aus Hamm neu in den Regionalvorstand gewählt wurde und dort das Engagement von Dr. Ahmed Kaskas, Thomas Reckert und Eckhard Steinberg unterstützen, die ebenfalls wiedergewählt wurden. Der traditionellen Ehrung von Jubilaren aus dem Kreis derjenigen, die dem Verband 25, 40 oder gar 50 Jahre angehören, folgte dann der Ausklang in gemütlicher Runde bei einem Abendessen.

 

Bildquelle 1: © Nord Stream AG

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