Gesundheitsvortrag 2014

Viele medizinische Behandlungen sind mit Krankheitsausbrüchen verbunden. Die Beatmung hängt eng mit der Kinderlähmung, der Poliomyelitis, zusammen. In den fünfzig Jahren des letzten Jahrhunderts wurde eine große Zahl nicht mehr ausreichend atmungsfähiger junger Menschen in die Kliniken eingeliefert, von denen viele nicht überlebten. Erst mit der Erfindung der Beatmung, zunächst über Eiserne Lungen, konnten viele der Betroffenen gerettet werden.

Mit der Weiterentwicklung der Überdruckbeatmung kamen Narkoseärzte und die technische Intensivmedizin ins Spiel, aber auch die Diskussion um Selbstbestimmung, Ablehnung lebenverlängernder Maßnahmen um jeden Preis und die Patientenverfügungen, die jüngst im Patientenrechtegesetz eine eigene juristische Bedeutung bekamen.

Heute konzentriert sich die Intensivmedizin auf nicht invasive Beatmungsmethoden bei wachen Menschen über Masken, die über die Lebenserhaltung hinaus zu einer Verbesserung der Atmung führen, wenn sie regelmäßig angewendet werden. Daher gibt es derzeit mehr Menschen, die zu Hause beatmen als auf den Intensivstationen - nicht überall sondern in und um Zentren. Eine neue Herausforderung für Medizin und die Gesellschaft.

In diesem Vortrag für unsere Mitglieder ging es um die interessante Entwicklung der Beatmung, die heutigen Beatmungsstrategien und die Möglichkeiten unserer Einflussnahme.

Bildquelle: Anne-theater CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Zurück