Vortragsveranstaltung „NSA-Affäre und Lösungsansätze“ mit anschließender Weinprobe

Am Freitag, den 31. Januar 2014, hat die RG Mitte bereits zum zweiten Mal ihre Mitglieder zu einer Vortragsveranstaltung mit anschließender „Wein-Schlender-Probe“ ins Kloster Eberbach eingeladen.

Cabinetkeller

Mönchsrefektorium

Probe-Station des „Wein-Schlenderns“

Das weltbekannte Kloster befindet sich in der Nähe der idyllischen Stadt Eltville am Rhein im Rheingau. Das bereits im 12. Jahrhundert gegründete ehemalige Zisterzienserkloster zählt mit seinen romanischen und frühgotischen Bauten zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Deutschlands. Es war bekanntlich Drehort des Klosterkrimis „Der Name der Rose“ mit Sean Connery. Die klostereigenen Weinberge sind derzeit das größte Weingut Deutschlands.

Der erste Höhepunkt des Abends war der Vortrag zum hochaktuellen Thema Vertraulichkeit in der heutigen Zeit im Kontext zur NSA(-Affäre), der auf der Barocketage des Klosters im Bernhardsalon stattfand. Der Vortrag basierte auf öffentlich zugänglichen Informationen, die jedoch von einem „Laien“ nur zu gerne überlesen und überhört werden.

Der Referent Christian Kreß ist Deutschland-Geschäftsführer von SSH. Das finnische Unternehmen SSH Communications Security ist ein weltweit führender Anbieter von Software zur verschlüsselten Datenübertragung und Verwaltung von verschlüsselten Server-Zugängen.

Das Thema NSA und Vertraulichkeit bekam nach dem Abhörskandal des Mobiltelefons der deutschen Bundeskanzlerin extrem viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Man fragte sich nach der eigenen Betroffenheit, wie hier reagiert werden soll und wie die USA diese Situation sieht. Der Referent ging in seinem Vortrag nicht nur auf die allgemeine Arbeitsweise der NSA und den Fall Snowden ein. In seinem Vortrag zeigte er unter anderem Fakten zur aktuellen Bedrohungslage von Unternehmen auf. Dies erörterte er auch anhand der Arbeitsweise der NSA. Wussten Sie schon, dass die NSA umfassenden Zugang zu großen Diensten im Internet wie z.B. Google und Microsoft hat? ODER dass eine gezielte Einflussnahme für schwache Verschlüsselungen in den USA erfolgt? UND dass die Arbeit der NSA durch den Patriot Act trotzdem gesetzeskonform ist. Der Vortrag ermöglichte einen Blick hinter die Kulissen und zeigte auf, was jeder Einzelne gegen das Ausspionieren unserer Daten tun kann oder vielleicht sogar tun muss. „Denn auch wenn die NSA-Affäre  den Anstoß gegeben hat: Jede Nation, die über die technischen Möglichkeiten verfügt, mischt bereits heute kräftig mit (England, China, Russland, etc.)“, so der Referent.

Nach der Vortragsveranstaltung, zu der auch die Partner der Mitglieder eingeladen waren, gab es viele Fragen an den Referenten und Diskussionsbedarf. Alle nutzten diese kreative Pause aber auch zum Gedankenaustausch und zum individuellen Kennenlernen.

Der andere Höhepunkt des Abends war die beeindruckende eineinhalbstündige Führung durch das Kloster. Unterwegs wurden sechs erlesene Weißweine ausgeschenkt. Die Führung ging unter anderem durch das Mönchsrefektorium, den Cabinetkeller, die Klosterkirche, das Mönchsdormitorium und das Laienrefektorium. Im Anschluss an diese besondere Weinprobe im Flanieren begab sich die Gruppe in die sehr gemütliche Klosterschenke. Dort konnten die Teilnehmer ihre gewonnenen Eindrücke mit den anderen Führungskräften austauschen und sich dabei gleichzeitig nach der jahreszeitlich frischen „Wein-Schlender-Probe“ etwas aufwärmen.

 

Bildquellen: © DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK

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