Netzwerk schlägt ­Hierarchie Neue Führung mit Digital Leadership

Autoren: Christiane Brandes-Visbeck und Ines Gensinger
Redline-Verlag
208 Seiten
ISBN: 978-3868816822
24,99 €

Die gute Nachricht vorweg: Führung wird nicht verschwinden, und deshalb werden auch Führungskräfte nicht verschwinden. Was aber keine Zukunft haben wird, sind Führungsprinzipien, die auf die Anforderungen der Mit­arbeiter und des digitalen Arbeitsumfeldes keine Rücksicht nehmen. Gute Führung in Zeiten des digitalen Wandels benötigt mehr Vertrauen und ­weniger Kontrolle. Nicht mehr „Chefs aus der Hölle“ sind ­gefragt, sondern sozial kompetente Führungskräfte, die eine Brücke zwischen Hierarchie und Netzwerkorganisation bauen. Diese ­packen Probleme an, lösen sie im Team und lassen sich an den gemeinsam erreichten Ergebnissen messen. Ein Digital Leader führt nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe, und er pflegt eine positive Fehlerkultur.

Schon die heutige Arbeitswelt verlangt den Abschied von exklusivem Herrschaftswissen. Dem sollte man nicht mit Angst begegnen, sondern sich auf die Chancen freuen. Die anstehenden Aufgaben wird der Einzelne nämlich nicht mehr bewältigen können. Funktionierende Netzwerke können dann althergebrachte Hierarchiestrukturen ersetzen.

Wohltuend ist, dass die Autorinnen dies nicht etwa mit erhobenem Zeigefinger anmahnen, sondern für die unterschiedlichen Führungspersönlichkeiten und Führungssituationen Angebote unterbreiten. Dabei handelt es sich nicht um ein Theoriebuch. Der Praxisbezug und die Führungserfahrung sind deutlich spürbar. Mit dem beigefügten Digital Leadership Canvas kann dann jeder Leser selbst überprüfen, wo er beim Weg in die digitale Führungswelt steht und was noch zu tun ist.

Das Buch macht Mut, diese Themen anzugehen. Nicht umsonst lautet der letzte Satz des Werks: „Am Ende geht es darum: Einfach machen!“ Klare Leseempfehlung!

go

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