Chinas Bosse: Unsere unbekannten Konkurrenten

Autor: Wolfgang Hirn
Campus, 2018
284 Seiten, gebunden
ISBN 978-3593508740
26 €

In Zeiten drohender Wirtschaftskriege rückt China wie von selbst immer stärker in den Fokus der Betrachtungen. Und wir sind immer wieder überrascht, wie verflochten die chinesische Wirtschaft bereits mit anderen Märkten ist. Wirkliches Wissen existiert aber kaum. Die Großen aus den USA sind namentlich und mit Vita bekannt. Aber wer ist Guo Guanchang? Wer hat jemals von HNA gehört? Guo ist an eini­gen deutschen Firmen beteiligt, ihm ­gehören der Club Med und der Cirque du Soleil. HNA ist 2017 als Großaktionär bei der Deutschen Bank eingestiegen. Unter­nehmensgiganten aus China erobern die Weltmärkte, positionieren China als digitale Supermacht und prägen die entscheidenden Zukunftsindustrien. Chinas Bosse indes sind im Westen meist unbekannte Wesen. Was sind das für Leute, die in Frankreich Weinberge oder/und in ganz ­Europa Immobilien und Fußballvereine kaufen? Wer sie sind, wie sie ticken und wie sie führen, beschreibt Chinakenner Wolfgang Hirn in seinem neuen Buch.

Schon heute haben 115 der 500 größten Unternehmen der Welt ihren Sitz in China. Tendenz steigend. China ist Trendsetter der Fintech Industrie und als eines der ­ersten Länder auf dem Weg in die bargeldlose Gesellschaft. Wer „Made in China“ heute noch mit Billigware assoziiert, hat die Zeit verschlafen. Die Fabrik der Welt ist längst zum Labor der Welt geworden. Ganz im ­Interesse des Staatsapparates, der diese Entwicklung an vielen Stellen unterstützt. Wolfgang Hirn gibt Chinas „unbekannten Giganten“ ein Gesicht. Er beschreibt die Macher und ihre Strategien und beleuchtet, was es bedeutet, wenn chinesische Mana­ger in deutsche Industrieunternehmen, Banken oder Flughäfen einsteigen. Eine interessante Lektüre über mögliche wirtschaftliche Konkurrenten oder neue Chefs von morgen.


rk

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