Europawahl-Sonntagsfrage unter Fach- und Führungskräften

Essen, 20.05.2019 - Union vorn, Grüne gewinnen dazu, FDP verliert stark

DFK-Vorstand Dr. Ulrich Goldschmidt

Essen, 20.05.2019 - Der Berufsverband DFK- Verband für Fach- und Führungskräfte hat 1.900 Fach- und Führungskräfte befragt, ob und wie sie bei der anstehenden Europawahl wählen werden. Mit 40,2% liegen CDU/CSU in der Wählergunst dieser Personengruppe weit vorn. Nahezu gleichauf folgen FDP (16,2%) und Grüne (15,7%). Schon deutlich zurück liegt die SPD, die nur 9,4% der befragten Fach- und Führungskräfte überzeugen kann. 8,6% haben sich bei ihrer Wahlentscheidung noch nicht festgelegt. Insgesamt halten Fach- und Führungskräfte die Europawahl offenbar für sehr wichtig. Nur 0,8% geben an, nicht zur Wahl gehen zu wollen.

Bei einigen Zahlen lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Die Spitzenposition für die Unionsparteien ist für den DFK-Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Goldschmidt keine Überraschung. „Das ist traditionell auch in der Vergangenheit so gewesen. Allerdings haben wir eine deutliche Verschiebung, wenn wir auf die Parteipräfenzen von männlichen und weiblichen Fach- und Führungskräften schauen. Männer würden nach unserer Umfrage zu 41,8% CDU und CSU wählen, Frauen aber nur noch zu 30,3% Bei den Frauen in Fach- und Führungspositionen liegen dagegen schon die Grünen mit 34,4% vorn“, erläutert Goldschmidt. Geschlechterunabhängig ist zudem der Trend zu erkennen, dass die Jüngeren eher grün wählen und die Älteren zur Union tendieren.

„Neben den starken Zuwächsen für die Grünen sind insbesondere die Verluste der FDP in der Wählergunst von Fach- und Führungskräften bemerkenswert“, weist Goldschmidt auf eine weitere einschneidende Entwicklung hin. In früheren Jahren konnte sich die FDP auf einen starken Rückhalt in dieser Personengruppe verlassen. Vor zehn Jahren gaben über 40% der Fach- und Führungskräfte an, FDP zu wählen. Vor der letzten Europawahl waren es immerhin noch knapp unter 30%. Ulrich Goldschmidt dazu: „Die heutigen 16,2% bedeuten für die FDP einen dramatischen Einbruch bei ihrer klassischen Wählerklientel. Und auch hier ist der Geschlechterunterschied festzustellen: Bei den Männern liegt die FDP bei 16,9%, bei den Frauen dagegen nur noch bei 10,3%. Das sollte den Parteioberen zu denken geben.“

Auf einen Aufschwung kann die SPD auch bei Fach- und Führungskräften nicht hoffen. In den letzten zehn Jahren gab es hier Schwankungen in der Wählergunst zwischen 10% und 20%. Mit 9,4% ist man jetzt nur noch einstellig. Auch die AfD kommt mit 5,9% bei Fach- und Führungskräften nicht auf die Werte wie bei allgemeinen Wählerbefragungen. Zustimmung findet die AfD dabei eher bei älteren Wählern, kaum aber in den Altersgruppen bis 50 Jahre. Und auch Die LINKE liegt mit 1,5% deutlich zurück.

Immerhin 8,6% haben sich bei ihrer Wahlentscheidung noch nicht endgültig festgelegt, so dass es noch zu Verschiebungen kommen kann. „Geradezu vorbildlich ist es, wie Deutschlands Fach- und Führungskräfte mit ihrem Wahlrecht umgehen. Nur 0,8% geben an, nicht an der Europawahl teilnehmen zu wollen. Damit senden sie ein starkes Signal pro EU. Wir freuen uns immer sehr, wenn diejenigen, die in den Unternehmen Verantwortung tragen, auch gesellschaftspolitisch Verantwortung übernehmen. Die hohe Wahlbeteiligung von Fach- und Führungskräften ist eine wichtige Botschaft an alle Wählerinnen und Wähler in Deutschland, es genauso zu halten“, hofft DFK-Vorstand Goldschmidt mit Blick auf die Wahlbeteiligung am 26. Mai.


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Grafik Wahlprognose für Fach- und Führungskräfte

Grafik Wahlprognose für weibliche Fach- und Führungskräfte

Grafik Wahlprognose für männliche Fach- und Führungskräfte

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