Rentenpaket der Bundesregierung - Fach- und Führungskräfte fordern Nachhaltigkeit

Essen, 08.11.2018 –  Der Verband DFK – DIE FÜHRUNGSKRÄFTE begrüßt die Maßnahmen der Bundesregierung und den Beschluss des Rentenpaktes zur vorläufigen Stabilisierung von Beitragssatz und Rentenniveau.

Die Vorsorge über gesetzliche Renten ist auch für die große Mehrheit von Fach- und Führungskräften und ihre Angehörigen nach wie vor eine wesentliche Einkommensquelle im Ruhestand. Trotz neuer Herausforderungen aus demographischen Entwicklungen muss daher die Sicherung des Lebensstandards über die Rente erhalten bleiben.

Bereits heute, so der DFK, ist aber absehbar, dass die Verabredung im Koalitionsvertrag zur Absicherung des Rentenniveaus bis 2025 auf 48% (bei gleichzeitiger Obergrenze für den Beitragssatz von 20%) im Fall einer Rezession zusätzlicher Steuermittel bedarf, da die erforderliche Finanzierung im Umlageverfahren wesentlich von der konjunkturabhängigen Zahl der beitragspflichtigen Beschäftigten abhängt.

Es ist daher zu befürchten, dass neben dem Fehlen einer längerfristigen und über das Ende der nächsten Legislaturperiode hinausgehenden Regelung – auch schon in der Zeit bis 2025 - unkalkulierbare Risiken und Nachfinanzierungsbedarf entstehen können.

Auch Fehlbeträge müssten (ggf. über eine Erhöhung des Bundeszuschusses) zur Erfüllung der Versprechungen aus dem aktuellen „Rentenpaket“ ausgeglichen werden. Über die Finanzierung der sogenannten „versicherungsfremden Leistungen“ hinaus, so der DFK, widerspräche dies aber dem Versicherungsprinzip und der Äquivalenz von Beitragsleistung und daraus folgender Rentenhöhe.

Der DFK fordert daher Maßnahmen zur Sicherstellung einer nachhaltigen und beitragsorientierten Finanzierungsgrundlage der gesetzlichen Rentenversicherung, damit die Höhe der gesetzlichen Rente auch nach 2025 Ergebnis der Lebensleistung eines Versicherten bleibt.

Aus Sicht des DFK muss dabei gewährleistet sein,

  • dass die lohn- und beitragsbezogene Rente als „Gegenleistung für Vorleistung“ sowohl einsichtig als auch gerecht ist und
  • dass das Nettorentenniveau stabilisiert wird und Rentner nicht stärker belastet werden als die Beitragszahler im Erwerbsleben, so dass die Belastungen aus der demographischen Entwicklung solidarisch zwischen Beitragszahlern und Leistungsempfängern gleichermaßen geteilt werden.

2018_11_08_PM_DFK.pdf

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Bildquelle: © fovito / Fotolia

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