Führungskräfte fordern Digitalministerium

Michael Krekels|| DFK - Verband für Fach- und Führungskräfte|| Vorstandsvorsitzender|| Fachanwalt für Arbeitsrecht||

Essen, 05.02.2020 - Mit Unverständnis reagieren die Führungskräfte in Deutschland auf Aussagen von SPD-Chefin Saskia Esken, die das Digitalkabinett für ausreichend hält, um die politische Gestaltung der Digitalisierung voranzubringen, „statt immer wieder diese aus den 80er-Jahren gefallene Idee eines Digitalministeriums aufzuwärmen“. Der Berufsverband DFK – Verband für Fach- und Führungskräfte fordert dagegen, die rasche Einführung eines Digitalministeriums.

„Ein deutsches Digitalministerium ist schon lange überfällig. Die Digitalisierung ist eine politische Gestaltungsaufgabe mit Top-Priorität. Deshalb muss diese Aufgabe aber auch ihrer Bedeutung entsprechend behandelt werden. Bei allem guten Willen wird das Digitalkabinett dem nicht gerecht werden können“, begründet DFK-Vorstandsvorsitzender Michael Krekels diese Forderung. Nach Auffassung des DFK muss das Ministerium mit ressortübergreifenden Zuständigkeiten, genügend finanziellen Mitteln und hoher Fachkompetenz ausgestattet werden. Krekels warnt: „Wir haben keine Zeit, dieses Thema auf die lange Bank zu schieben und politische Spielchen damit zu treiben. Wir laufen Gefahr, im internationalen Vergleich immer weiter abgehängt zu werden. Andere treiben die technologischen Entwicklungen voran, während wir in Deutschland darüber streiten, wer sich um das Thema kümmern soll. Jetzt bitte keine Expertenkommission einsetzen, die die Vor- und Nachteile eines Digitalministeriums gegenüber einem Digitalkabinett untersucht und in einem Jahr erste Ergebnisse vorlegt. Die Fach- und Führungskräfte in Deutschland erwarten politische Verantwortung und die bedeutet, unverzüglich ein Digitalministerium einzurichten.“

In der Tat gibt es genug Themen für ein solches Ministerium. Von Industrie 4.0 über Arbeit 4.0 bis hin zur Bewältigung der Energiewende, von den Herausforderungen der Landwirtschaft und der Verkehrspolitik über die Bildung bis zum Gesundheitswesen usw. In allen Politikbereichen stehen Digitalisierungsfragen an, die mit hoher Expertise behandelt, koordiniert und gesteuert werden müssen. Diese Expertise muss in einem Digitalministerium zusammengeführt werden. Das sollte auch die SPD erkennen und ihren Widerstand aufgeben, erwartet der DFK.

 


Die Pressemitteilung als Download:

2020_02_05_PM_DFK.pdf

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Bildquelle: © DFK - Verband für Fach- und Führungskräfte

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